Freiberger legt die Schere weg

Beliebter Friseurmeister geht in den Ruhestand

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Peter Freiberger mit seinem ersten und letzten Kunden Ludwig Appel; links seine Nachfolgerin Lilli Danilovic.

Neu-Isenburg - „Wenn das Haar mit Lokalkolorit in einem seit Jahrzehnten ortsansässigen Friseurstudio fallen soll, dann ist Peter ein Muss.“ Diese Bewertung hat ein Kunde im Internet hinterlassen über Friseur Peter Freiberger (65), der nun in den verdienten Ruhestand geht.

Sowas ist erstmal nichts Ungewöhnliches. Doch dass der allererste Kunde auch der letzte sein würde, das war eine gelungene Überraschung für den Friseurmeister. „Der Peter hört Ende Juni auf“, diese Nachricht machte bei den Kunden schon länger die Runde. Neben der Enttäuschung, den Stammfriseur zu verlieren, lag aber auch Verständnis in der Luft. Am 30. Juni war nun der letzte Arbeitstag für Freiberger in seinem Studio in der Bahnhofstraße. Zum Abschied gab’s eine kleine Party. Und eine die Überraschung. „Ich möchte noch den letzten Haarschnitt von meinem Meisterfriseur haben“, überraschte Ludwig Appel (85) Freiberger. „Das gibt’s doch gar nicht, aber für Sie nehme ich die Schere gerne nochmal in die Hand“, so der Friseur.

Appel war einst der erste Kunde, als Freiberger seine Frisierstube vor 43 Jahren eröffnete. Der ehemalige Oberstudienrat an der Goetheschule gehörte ab dann ebenso zu den Stammgästen wie Landrat Oliver Quilling, der schon als Kind auf dem Freiberger’schen Frisierstuhl saß. „Ich bin total überrascht und danke all meinen Kunden, aber die Zeit geht weiter und mein Studio wird auch fortbestehen“, stellte Freiberger seine Nachfolgerin Lilli Danilovic vor. Der Rentner will sich weiter im Isenburger Tennisclub (ITC) einbringen und vor allem viele Weihnachtsbäume zugunsten krebskranker Kinder verkaufen. (lfp)

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