Ludwig-Uhland- und Albert-Schweitzer-Schule unterzeichnen Vertrag

Ganztagspakt ist unter Dach und Fach

Neu-Isenburg - Lange wurde darüber geschrieben, nun ist die Sache eingetütet: Als einzige Schulen im Kreis Offenbach können die Albert-Schweitzer- und die Ludwig-Uhland-Schule den „Pakt für den Nachmittag“ schließen. Das teilt der Magistrat mit.

Die Rahmenvereinbarung zur Kooperation von Schulträger, Kommune und Schule werde offiziell zwischen dem Kreisausschuss des Kreises Offenbach, dem Fachdienst Schule und Kinderbetreuung und der Stadt am 11. Juli unterzeichnet. Die Hauptstelle der Albert-Schweitzer-Schule werde dann als gebundene Ganztagesschule ab dem Schuljahr 2016/2017 das umfassendste Betreuungsangebot in Isenburg anbieten: „Die Kinder können dort bei Bedarf bereits um 7. 30 Uhr kommen und werden bis 14. 30 Uhr unterrichtet. Bei Bedarf wird eine Betreuung bis 17.30 Uhr mit Mittagessen angeboten.“.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit dem Kreis eine Regelung gefunden haben“, betont Bürgermeister Herbert Hunkel. Auch vom Sozialausschuss sei die Entscheidung am Dienstagabend positiv bewertet worden. Die Nachfrage nach dem Programm zum Ausbau von Ganztagsangeboten, das im Schuljahr 2015/16 in sechs Pilotregionen startete, sei groß. Für die Fortführung und Ausweitung des Programms im Schuljahr 2016/17 habe Kultusminister Alexander Lorz alle Schulträger in Hessen angeschrieben und das Angebot unterbreitet, sich für das nächste Schuljahr zur Teilnahme am Pakt zu bewerben. In der Stadt Offenbach sind einige Schulen dabei, im Kreis werden es wohl nur die beiden Isenburger Schulen sein: die Ludwig-Uhland-Schule in Gravenbruch und die ASS in der Kernstadt.

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Durch die Teilnahme am Pakt für den Nachmittag erhalten die Schulen vom Land zusätzliche Ressourcen in Form von Stellenzuweisung oder/und Mitteln. Die Stadtoberen betonen in diesem Zusammenhang, dass die Stadt, um dem hohen Betreuungsbedarf auch von Kindern im Grundschulalter gerecht zu werden, mittlerweile seit zehn Jahren den Ausbau der Ganztagesbetreuung an allen Isenburger Schulen fördere – „lange vor dem Pakt für den Nachmittag“. Isenburg bietet laut Magistrat im Kreis Offenbach die höchste Betreuungsquote: „Alle Kinder deren Eltern berufstätig sind, erhalten in Neu-Isenburg eine Betreuung, das sind zur Zeit rund 75 Prozent.“ Jährlich würden rund 3,1 Millionen Euro von der Stadt für die Finanzierung der nachschulischen Betreuung zusätzlich zur Schulumlage von 15,6 Millionen aufgewendet.

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