Land Hessen honoriert Bemühungen in Sachen Klimaschutz

Geldspritze für ein grünes Dach beim DLB

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Der Blick von oben zeigt, dass es schon Dachbegrünung gibt beim DLB – nämlich zum Beispiel auf dem Verwaltungsgebäude. Ein solches grünes Dach soll auch auf dem neuen Anbau, den man links im Bild sieht, weitergeführt werden.

Neu-Isenburg - Um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und die Kommunen beim Klimaschutz zu unterstützen, hat das Land eine neue Förderrichtlinie aufs Gleis gesetzt.

Gestern hat Ministerin Priska Hinz in Isenburg den allerersten Förderbescheid überbracht: Das Hessengeld fließt in ein grünes Dach für den DLB-Erweiterungsbau, der derzeit stetig wächst. Ob interkommunale Zusammenarbeit, Solaranlagen, Energetisches Bauen oder gar Schafe als Rasenmäher: Die Überbringerin des warmen Geldsegens vom Land, Klimaschutzministerin Priska Hinz, hört gestern von den Stadtoberen diverse Beispiele dafür, warum der gemeinsame Dienstleistungsbetrieb (DLB) von Dreieich und Neu-Isenburg „zu den innovativen Abfallentsorgungsunternehmen in der Region“ gehöre.

Seit einigen Monaten wird auf dem Betriebsgelände gebaut, das 3,8-Millionen-Projekt DLB-Erweiterung liege „bisher im Zeit- und Kostenplan“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) gestern zum Stand der Dinge. An der Offenbacher Straße soll bekanntlich nach der Fusion mit Dreieich Platz für weitere Mitarbeiter des gemeinsamen Dienstleistungsbetriebs geschaffen werden. Wenn der Bau fertig ist, sollen endgültig alle Arbeitsbereiche und 220 Mitarbeiter an einem Betriebsstandort zusammengeführt werden.

Auch bei der Planung dieses Erweiterungsbaus habe man sich intensiv mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt und sich unter anderem für eine extensive Dachbegrünung des Erweiterungsbaus entschieden, „als ökologische Alternative zum konventionellen Oberflächenschutz“, erläutert DLB-Chefin Petra Klink. Und Bürgermeister Herbert Hunkel lobt, dass Klink dabei frühzeitig auf die Möglichkeit gestoßen war, im Rahmen einer neuen Richtlinie des Landes zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten einen Zuschuss für die Dachbegrünung zu beantragen. Entdeckt, getan. Und es hat geklappt: Das Projekt wurde vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als erstes gefördertes Unternehmen in Hessen ausgewählt. Weil’s der allererste Bescheid ist, ist der Bahnhof auch gestern bei der Übergabe recht groß – selbst wenn es keine Riesensumme ist, die die Ministerin mitgebracht hat. Mit 14 .607 Euro bezuschusst das Land das Projekt, 60 Prozent Förderquote seien das.

Bilder: Tag der offenen Tür beim DLB

Zum 1. Januar 2016 trat die Förderrichtlinie des Landes zur Förderung von kommunalen Klimaschutzprojekten in Kraft. Die Mitgliedskommunen des Projekts „100 Kommunen für den Klimaschutz“, zu denen Isenburg gehört, erhalten höhere Fördersätze. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Hessen heute schon spürbar“, sagt Hinz. Darum seien Maßnahmen zur Klimaanpassung so wichtig. „Um die hessischen Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir unsere Kommunen – sie sind unsere Partner vor Ort, denn Klimaschutz ist auf die Akzeptanz und die Beteiligung aller angewiesen.“ Das geplante „grüne Dach“ des Erweiterungsbaus absorbiert UV-Strahlen und schützt vor Frost und Hagel. Es verbessert das Raumklima und hält im Sommer kühler und im Winter wärmer. Der Erweiterungsbau wurde am 22. April mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Rund zwölf Monate Bauzeit sind angedacht. Die Dacharbeiten beginnen Ende Juli und werden laut Magistrat voraussichtlich im November beendet sein. (hov)

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