Gelebte Nächstenliebe

Kindertagesstätte St. Franziskus feiert 25-jähriges Bestehen

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Die „Blaue Gruppe“ der Kita St. Franziskus erfreute die Besucher mit einem bayerischen Jubiläumstanz.

Neu-Isenburg - „Kinder, wie die Zeit vergeht“: Mit einem großen Fest feierte die Kindertagesstätte St. Franziskus ihr 25-jähriges Bestehen. Genauso lange wird die katholische Einrichtung von Claudia Sturm geleitet. Von Leo F. Postl 

Dass der oberste Geistliche eines Bistums zur Jubiläumsfeier einer Kita kommt, ist nicht unbedingt üblich. Doch im Fall von St. Franziskus macht es Sinn: Dietmar Giebelmann, nach dem Rücktritt von Karl Kardinal Lehmann derzeit als Diözesanadministrator Verwalter des Bistums Mainz, war in den 1980er und ’90er Jahren Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Josef in Neu-Isenburg. Und als solcher mitverantwortlich für die Planungen für die Kinderbetreuungseinrichtung, mit der dem Wachsen der Bevölkerung im Neu-Isenburger Westend Rechnung getragen werden sollte.

Am 17. Februar 1991 wurde der Grundstein gelegt, Ende desselben Jahres Einweihung gefeiert. Seither wurde die Kita um ein 1200 Quadratmeter umfassendes Außengelände sowie zwölf Plätze für die U3-Betreuung erweitert.

Im Wortgottesdienst als Auftakt der Jubiläumsfeier verwies Giebelmann auf die Entwicklung der Gesellschaft mit den gestiegenen Anforderungen an die Kinderbetreuung. „Für uns steht auch heute noch das Wohl der Kinder, so wie es einst Jesus Christus selbst gesagt hat, im Vordergrund“, betonte der einstige Pfarrer. In ihren Grußworten lobten Bürgermeister Herbert Hunkel, Erster Stadtrat Stefan Schmitt und insbesondere Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner das Erscheinungsbild der Kindertagesstätte, aber auch das Team um Claudia Sturm.

Christine Wagner konnte aus eigener Erfahrung bestätigen, dass im Leitbild der Kita St. Franziskus die Werte wie Nächstenliebe, Toleranz und Achtung nicht nur Worte auf dem Papier sind, sondern auch gelebt werden. „Mit Franziskus von Assisi haben sie ja einen Namenspatron, den sich auch unserer Papst zum Vorbild genommen hat, um nicht nur den Glauben in die Welt zu tragen, sondern sich auch um das Wohl der Tiere zu kümmern“, zielte Wagner auf Hasen und Meerschweinchen ab, die im Garten der Kindertagesstätte liebevoll umsorgt werden.

Nach den Grußworten startete ein bunter Nachmittag der Begegnung. Mit einem großen Singspiel erfreuten die Kinder die vielen Besucher und erhielten großen Applaus.

Gäste waren auch etliche ehemalige Kita-Kinder, die heute selbst zu Eltern geworden sind. „Für mich sind das aber immer noch meine Kinder“, freute sich Claudia Sturm. Sie war 1991 mit 25 Jahren eine der jüngsten Kita-Leiterinnen in Hessen. Und so war für sie das Jubiläumsfest natürlich ein ganz besonderer Tag.

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