Rotarier unterstützen die Stadt

Gemeinsame Sache für den Nachwuchs

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Mitglieder des Rotary Clubs Dreieich-Isenburg haben gestern mit Jugendlichen und Vertretern der Stadt den 25. Club-Geburtstag rund ums Stadtteilzentrum Westend gefeiert. Geschenke gab"s auch: Bürgermeister Herbert Hunkel dankte Dr. Eva Milbradt-Zeuzem (rechts) mit der Hugenottenmedaille für ihr Engagement.

Neu-Isenburg - Die Rotarier feiern gestern ihren 25. Club-Geburtstag im Stadtteilzentrum West – mit Jugendlichen, Sozialarbeitern und Politikern.

Seit vielen Jahren finanziert der Rotary Club Dreieich-Isenburg Angebote, mit denen das Jugendbüro das Soziale Lernen und die Integration schwieriger Jugendlicher fördert. Insgesamt rund 100.000 Euro sind in Projekte in Neu-Isenburg geflossen. Ein Vierteljahrhundert Rotary Club Dreieich-Isenburg, das ist eine lange Zeit – und ein Anlass, um zu feiern. So geschehen gestern Nachmittag und Abend rund ums Stadtteilzentrum West. Statt langer Festtagsreden gab’s ein lockeres Grillfest – und eine Überraschung: Bürgermeister Herbert Hunkel würdigte das langjährige Engagement der Sozialbeauftragten des Clubs, Dr. Eva Milbradt-Zeuzem, mit der Verleihung der Hugenottenmedaille.

Zielsetzung des Fests sei vor allem „die direkte Interaktion mit den Jugendlichen, die unser Club seit vielen Jahren in Projekten fördert“, erklärt Clubmeisterin Kim Bagus. „Der aktive Austausch steht hierbei im Vordergrund, um unser finanzielles Engagement in Neu-Isenburg – immerhin rund 100.000 Euro in den vergangenen Jahren – greifbar und persönlich zu machen.“ Denn Rotarier verstehen sich auch als Unterstützer der Allgemeinheit.

Wie sich das in Isenburg zeigt, hatten Bagus, Club-Präsident Dr. Holger Lindner und Eva Milbradt-Zeuzem bereits im Vorfeld des Fests in der Magistratspressekonferenz erläutert. Bereits seit 1998 unterstützt der Rotary Club Dreieich-Isenburg das städtische Jugendbüro, „um Maßnahmen im Bereich Soziales Lernen und Integration schwieriger Jugendlicher durchzuführen“. Das Besondere an dieser Kooperation sei, „dass ein Partner über eine so lange Zeit kontinuierlich und verlässlich Jahr für Jahr eine großzügige finanzielle Unterstützung gewährt“, hebt Bürgermeister Herbert Hunkel hervor. So habe Milbradt-Zeuzem die Stadt beispielsweise auch bei den Anfängen des Streetworker-Projekts unterstützt.

Angefangen hatte die Zusammenarbeit zwischen den Rotariern und der städtischen Jugendeinrichtung im Jahr 1998, als das Thema Jugendgewalt für Schlagzeilen sorgte. Die Rotarier hatten sich besorgt gezeigt und nachgefragt, in welcher Weise sie mithelfen könnten, diesem Phänomen präventiv zu begegnen. Die Pädagogen im Jugendbüro hatten daraufhin ein Konzept entwickelt, um mit Schulklassen Seminare zum Sozialen Lernen zu stemmen. Außerdem stellten die Rotarier Mittel für eine Honorarkraft zur Verfügung, um Jugendliche mit Unterstützungsbedarf auf dem Weg in eine Arbeit oder Ausbildung zu begleiten.

Dass das Konzept „Soziales Lernen“ sich bewährt hat, bestätigt Klaus-Peter Martin vom Jugendbüro. Was anfangs von den Lehrern an den Schulen noch „etwas zögerlich“ beäugt worden sei, habe sich zum Angebot entwickelt, auf das von Seiten der Schulen gerne zurückgegriffen wird. „Ziele, die dabei verfolgt werden, sind, einer möglichen Gewaltbereitschaft Jugendlicher präventiv zu begegnen, ihr Sozialverhalten zu stärken und zu verbessern, zu lernen, konstruktiv mit Konflikten umzugehen und den Zusammenhalt in der Klasse zu fördern“, erläutert Martin. Das Jugendbüro habe daran das besondere Interesse, im Hinblick auf späteres Verhalten im Beruf mit Jugendlichen Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft zu trainieren. Im Jugendbüro laufen solche Seminareinheiten in der Regel mit Klassen der Jahrgangsstufe 7 und 8 im Rahmen einer Projektwoche zum Ende eines Schuljahres.

Aber auch die Jugendförderung im Stadtteilzentrum West ist den Rotariern ein Anliegen. Lesen, rechnen, spielen und vieles mehr – seit 2010 unterstützt der Club die Arbeit mit Jugendlichen im Stadtteil. Durch die Spenden konnte der Jugendtreff, der jeden Sonntag von 19 bis 23 Uhr geöffnet hat, neu ausgestattet werden – neue Möbel, Beamer, Laptop. Im Treff kommen Jugendliche von 14 bis 21 Jahren zusammen. Auch für die Hausaufgabenbetreuung, die kostenlos angeboten wird, gibt es seit Jahren eine Finanzspritze vom Club. Kinder, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse ihrer Eltern nicht genug gefördert werden können, finden dort Unterstützung.

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