Unterstützerkreis für Hilfsprojekt wächst

Neue Ideen für Beregovo

Auch sie engagieren sich für die Aktion „...täglich Brot für Beregovo“. Die Teilnehmerinnen eines neu formierten Nähkurses des Internationalen Frauentreffs wollen nützliche Dinge für das neue Mutter-Kind-Haus in Transkarpatien herstellen.
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Auch sie engagieren sich für die Aktion „...täglich Brot für Beregovo“. Die Teilnehmerinnen eines neu formierten Nähkurses des Internationalen Frauentreffs wollen nützliche Dinge für das neue Mutter-Kind-Haus in Transkarpatien herstellen.

Neu-Isenburg - Das Projekt „. . . täglich Brot für Beregovo“ der evangelisch-reformierten Marktplatzgemeinde ist in der Hugenottenstadt mittlerweile fest verankert und zu einem verbindenden Element geworden. Von Holger Klemm

Immer wieder gibt es Ideen für neue Aktionen, um den Not leidenden Menschen in Transkarpatien in der Ukraine helfen zu können. Aktuelles Ziel ist es, das neue Mutter-Kind-Haus zu unterstützen. Projektleiterin Jutta Loesch kann sich über zwei neue Initiativen freuen. Dabei handelt es sich um einen Nähkurs mit Teilnehmerinnen des Internationalen Frauentreffs sowie um den Vorschlag von DLB-Betriebsleiterin Petra Klink, beim Tag der offenen Tür des Dienstleistungsbetriebs am Samstag, 11. Mai, von 10 bis 14 Uhr zu seiner Sammelaktion aufzurufen. Neu-Isenburger, Kinder und Jugendliche können an diesem Tag Spielsachen, Kleidung oder auch Schuhe abgeben. Spielanleitungen oder Bücher sollten jedoch in Kyrillisch sein.

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Der DLB unterstützt damit das seit zehn Jahren bestehende Projekt der evangelisch-reformierten Gemeinde Am Marktplatz. Mit Hilfe aus Neu-Isenburg wurde jüngst ein Mutter-Kind-Haus in Transkarpatien errichtet, in dem 30 junge Frauen mit ihren Kindern Schutz finden. Petra Klink: „Die Zimmer sind nun eingerichtet, die ersten Frauen ziehen ein. Was fehlt, sind Spielsachen und Kleider für die Kinder. Da wollen wir helfen.“ Die DLB-Betriebsleiterin bittet deshalb die Besucher des Tags der offenen Tür, Spielsachen, Kleidung und auch Gummistiefel mitzubringen, die die eigenen Kinder nicht mehr brauchen. Beim im Herbst geplanten Transport nach Beregovo will sie dann mit dabei sein und die gesammelten Sachen persönlich übergeben.

Die Frauen der Projektgruppe „...täglich Brot für Beregovo“ werden beim Tag der offenen Tür des DLB gemeinsam mit den Kindern die Spenden verpacken. Alle, die mitmachen, erhalten zur Erinnerung ein kleines Dankeschön. Auch die Frauen eines neuen Nähkurses des Internationalen Frauentreffs stellen sich in den Dienst der guten Sache. Ihre Idee ist es, die Nähstunden zu nutzen, um nützliche Dinge für das Mutter-Kind-Haus herzustellen. Dazu zählen neben Taschen auch Tischdecken, Bettwäsche und Vorhänge.

DLB-Betriebsleiterin Petra Klink (links) und Jutta Loesch freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Um überhaupt starten zu können, brauchten die Initiatorinnen aber erst einmal Nähmaschinen. Gemeinsam mit Paola Fabbri-Lipsch, Leiterin des Integrationsbüros der Stadt, starteten Subhehe El-Ghouj und Brigitta Philipps einen Spendenaufruf – mit Erfolg. Es kamen mehr als zehn Nähmaschinen zusammen. Diese wurden gereinigt und auf ihre Funktion getestet. Zudem haben sich zwei Lehrerinnen gefunden, die sich bereit erklärt haben, Unterricht zu geben. Weil die Frauen aus vielen verschiedenen Ländern kommen, ist Deutsch die einzige gemeinsame Sprache – die Erweiterung des Wortschatzes ist also ein netter Nebeneffekt.

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Beim ersten Treffen in einem Raum der Marktplatzgemeinde waren allerdings mehr Frauen als funktionsfähige Nähmaschinen da. Deshalb fänden es die Organisatorinnen schön, wenn sich in der Stadt irgendwo noch weitere auftreiben ließen. Infos gibt es unter der Nummer  06102/364606 oder per Fax unter 06102/33082.

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