Kita am Dreiherrnsteinplatz erweitert

Immer mehr junge Familien in Gravenbruch

Zu den neuen Errungenschaft in der städtischen Kita am Dreiherrnsteinplatz gehört auch eine Kinderbücherei. Dort ist das Foto mit Betreuerin Amanet Demsas und einigen der jungen Besucher der Einrichtung entstanden.  (c)Foto: col

Gravenbruch - Als Wohnstadt für junge Familien steht Gravenbruch wieder hoch im Kurs. Wie in den Anfangsjahren der Siedlung in den 60er Jahren ziehen immer mehr Eltern mit ihren Kindern dorthin. Von Holger Klemm 

Die Stadt sieht sich für die neuen Bewohner gut gerüstet - nicht zuletzt dank Investitionen in die Betreuungseinrichtungen. In dem Zuzug sieht Bürgermeister Herbert Hunkel ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. Die vielen neuen Familien seien auch ein Indiz für die hohe Lebensqualität in Neu-Isenburg und in Gravenbruch. Der Trend zeigt sich in der steigenden Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten oder an der Zahl der Schüler in dem Stadtteil. Im Schuljahr 2011/12 gingen in die Ludwig-Uhland-Schule 157, 2016/17 sind es bereits 280 Schüler in 14 Klassen.

Um den Bedarf auch an Kitaplätzen in Gravenbruch zu decken, hat die Stadt ihre Kita am Dreiherrnsteinplatz um 260 Quadratmeter erweitert. Dadurch entstand Platz für zwei zusätzliche Räume und weitere 44 Plätze. Insgesamt können nun 110 Kinder in fünf Gruppenräumen betreut werden. Dazu stehen 21 Mitarbeiter zur Verfügung. Alle Stellen sind besetzt, freut sich Kita-Leiterin Angelika Diroll. Zu dem neuen Personal gehören auch zwei Erzieher, was für die Jungs in der Einrichtung besonders wichtig sei. „Sie brauchen Vorbilder“, betont die Leiterin.

Der Umbau, für den im Haushalt 770. 000 Euro bereit standen, fand während des laufenden Betriebs statt. Im zentralen Kindergartenbereich entstand direkt neben der Küche eine Cafeteria, die durch Kuppeln natürlich erhellt wird. Dieser Bereich kann flexibel gestaltet und auch für Veranstaltungen mit Eltern genutzt werden. Der Garderobenraum erhielt einen direkten Ausgang in den neu gestalteten Außenbereich. Auch wenn derzeit nicht an eine U3-Betreuung gedacht ist, haben die Planer sie als Option berücksichtigt. So könnte der Garderobenraum umgebaut werden.

Das rundum erneuerte und vergrößerte Haus wird nun nach und nach mit Leben gefüllt. Die neuen Kinder werden sukzessive aufgenommen und eingewöhnt. Dabei helfen auch die Eltern, die anfangs zeitweise mit dabei sind. „Einhergehend mit dem Umbau haben wir auch das pädagogische Konzept weiterentwickelt“, berichtet Diroll. Dabei möchten sie und ihr Team von der engen Gruppeneinteilung wegkommen. „Die neuen Räume eröffnen uns neue Möglichkeiten, um in Schwerpunktbereichen wie Bauen, Rollenspiele oder Kreativität zu arbeiten.“

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Gewählt werden kann zwischen Betreuungszeiten von 8 bis 12, 8 bis 14 und 8 bis 17 Uhr. Für Berufstätige wird auch ein Frühdienst von 7.30 bis 17 Uhr angeboten. Eng ist auch die Zusammenarbeit mit den anderen örtlichen Kitas und der Ludwig-Uhland-Schule, um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern. Auch nachdem ein Projekt dazu abgeschlossen wurde, gibt es regelmäßige Treffen von Kita- und Schulkindern.

Genügend Platz zum Rennen, Bauen und Toben bietet zudem die Außenanlage. Während der dreiwöchigen Kita-Sommerferien im Juli rückten vom DLB die Straßenbau- und Spielplatzkolonne sowie die Azubis im Garten- und Landschaftsbau an. Eine besondere Attraktion ist nun der neue „Rädchenweg“, der zu kurvenreichen Rundfahrten einlädt. Vor den vier Ausgängen entstanden Holzterrassen. In Hochbeeten aus Robinienholz können die Kinder ihre gärtnerischen Fähigkeiten entwickeln. In Kürze wird auch die Spielfläche Gestalt annehmen. Abgerundet wird die Neugestaltung durch die Begrünung mit Bäumen und Sträuchern.

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