Dies können Interessierte von Karin Jolas lernen

Was wirklich gegen Rückenschmerzen hilft

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Der Vhs-Dozentin Karin Jolas waren schon manche Kursteilnehmer dankbar, die durch gezielte Gymnastik ihre Rückenschmerzen vergessen konnten.

Neu-Isenburg -   Die Vhs-Dozentin Karin Jolas verfügt über ein ungewöhnlich breites Spektrum an Disziplinen. Von Stefan Mangold

Die Frau agiert vor allem als Fitnesstrainerin, kennt sich sowieso beim Thema Ernährung aus, schminkt regelmäßig Filmschauspieler und gibt Tipps für Farben und Textilien. Ursprünglich absolvierte die Frankfurterin eine Ausbildung zur Friseurin, jedoch nicht mit der Intention, später tatsächlich täglich Haare zu schneiden. Jolas wollte Visagistin werden. Für die Ausbildung musste sie damals das Abschlusszeugnis einer Lehre zur Friseurin vorlegen. Als Visagistin arbeitet die Frau immer noch hin und wieder, wenn bestimmte Film- und Fernsehregisseure anrufen, die sich für ihre Darsteller ein bestimmtes Make-Up vorstellen, wie es etwa Damen in den 20er Jahren auflegten. Jolas gibt an der Isenburger Vhs auch in dem Metier Kurse, wie am Sonntag, 9. Oktober, von 10 bis 17.15 Uhr. Dann steht das perfekte Make-Up auf dem Plan – die Kunst, sich je nach Vorhaben angemessen zu schminken.

Einen Tag vorher behandelt Jolas, die seit 1998 in Isenburg unterrichtet, mit Farb-, Stil- und Modeberatung ein weiteres Thema, für das sich eher Frauen interessieren. Das trifft letztlich auch auf die Fitnesskurse zu, die Jolas seit 26 Jahren leitet und die sich für Männer ganz sicher nicht weniger empfehlen als für Frauen. Schließlich dürften die Kerle nicht minder an Rückenschmerzen leiden, der weit verbreiteten Volkskrankheit. „Wirbelsäulengymnastik bringt meist mehr, als Schmerztabletten zu nehmen“, betont Jolas. Sie erlebte es schon, wie sich durch Training eine Operation vermeiden ließ. Jolas erzählt von einer Frau, die kurz davor war, sich unters Messer zu legen und die Wirbelsäulengymnastik als letzte Chance ansah, das zu vermeiden. Der spätere Kommentar freute die Dozentin. Die Kursteilnehmerin schrieb: „Bevor ich dich kannte, konnte ich mich kaum noch bewegen“. Die OP fiel schließlich aus.

Faszientraining werde momentan stark nachgefragt, „die Faszie ist das Bindegewebe, das Muskeln und Organe umhüllt“. Womit Jolas wieder den Bogen zum Thema Rücken spannt: „Viele denken, ihre Schmerzen hängen mit der Wirbelsäule zusammen.“ Es kann jedoch auch an den Faszien liegen, die durch Bewegungsmangel mit der Zeit spröde werden. Durch gezieltes Training, häufig im Zusammenspiel mit veränderten Trinkverhalten, lasse sich das Problem oft beheben, „mit der Wirbelsäulengymnastik gibt es natürlich Schnittmengen“. Zum Tag der offenen Tür der Volkshochschule am 3. September bietet Karin Jolas von 13 bis 13.45 Uhr eine Probestunde „Faszientraining“ an.

Helfende Handgriffe: Impulse zur Selbstheilung

Jolas schätzt die Atmosphäre an der Vhs. Die Kursteilnehmer gingen meist genauso offen und entspannt auf sie zu, wie umgekehrt. Die Frau bietet auch Yoga an, „für viele, die das hören, ist das ein rotes Tuch“. Die hielten die aus Indien stammende Disziplin für esoterischen Schnickschnack. „Damit hat TriYoga mit Schwerpunkt Beckenbodentraining jedoch nichts zu tun“, erklärt die Dozentin, die vom Typ so gar nichts mit einem gewissen Habitus gemein hat, den manche mit Yoga verbinden: „Bei mir liegt der Schwerpunkt auf dem sportlichen Aspekt. Man kommt ins Schwitzen.“

Am Tag der offenen Tür hält Jolas um 11.30 Uhr auch einen Vortrag über ein Ernährungsthema, das im Trend liegt: Smoothies aus Gemüse und Obst. Sie erklärt, worauf man bei Mix und Kauf achten sollte. Manche Supermärkte böten unter dem Begriff Smoothies lediglich billige Säfte an, „viel mehr als künstliche Aromastoffe ist da nicht drin“.

Die Vhs öffnet am 3. September, 10 bis 15 Uhr, an der Waldstraße 55-57 ihre Türen. Anmeldungen werden erbeten.

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