Vorverkauf für die Aboreihen gestartet

Kultur-Hochkaräter im Paket

Neu-Isenburg - Theater ist alternativlos: Ob für Kinder oder Erwachsene, ob Tragik oder Komödie, ob Zeitgeist oder Antike – es vermittelt Einblicke in andere Welten, lässt den Zuschauer miterleben, mit leben, mit atmen.

Für die neue Saison 2016/17 hat Isenburgs Kulturbüro wieder ein hochkarätiges Programm für alle Geschmäcker zusammengestellt. Die Besucher können zwischen verschiedenen Abos wählen. Das Theaterangebot der Hugenottenhalle wird wieder in mehreren Reihen geboten: Theater-, Komödien- und Musikreihe sind im Programm, hinzu kommen die Serenadenkonzerte im Haus zum Löwen sowie Stücke für Kinder. Doch nicht nur Abonnenten können sich aufs Programm freuen, denn Tickets gibt es auch im Einzelverkauf. In der Rubrik der klassischen Theaterstücke ist unter anderem eines der aktuell umstrittensten, aber auch meistgespielten Stücke in Deutschland zu sehen: Der außergewöhnliche Gerichtsthriller „Terror“ (1. Dezember, 19.30 Uhr) von Ferdinand von Schirach wirft Fragen auf, die an Aktualität kaum zu überbieten sind. Darf eine Gruppe von Menschen geopfert werden, um eine andere, größere Menge an Menschen vor einem Terroranschlag zu retten? Das Theater-Publikum stimmt darüber ab.

Den Anfang macht am 7. Oktober die „Deutschstunde“ nach dem Roman von Sigfried Lenz – mit Max Volker Martens als Maler Nansen in der Hauptrolle. Auch „Hamlet“ steht auf dem Spielplan. Das große Drama um Herrschermord, Rache und eine Welt, die aus den Fugen gerät, wird am 12. Januar von dem Theaterensemble Neues Globe Theater aufgeführt, das sich Shakespeare-Inszenierungen zum Schwerpunkt gemacht hat. „Zorn“ (8. März) beschäftigt sich mit dem Umstand von Radikalisierung: Was bringt einen jungen Mann aus gutem Hause dazu, gesellschaftliche Veränderungen durch Gewaltbereitschaft und Extremismus herbeiführen zu wollen? Jonathan und Rufus Beck entwickeln ein spannendes Soziogramm.

Um gesellschaftliche Veränderungen – zu einer anderen Zeit in der deutschen Geschichte – geht es in dem Stück „Martinus Luther“ von John von Düffel, das anlässlich des Lutherjahres 2017 am 27. April gezeigt wird.

Oder doch lieber lachen? Geht auch, mit dem Komödien-Abo. Zunächst streiten Giovanni Arvaneh und Renan Demirkan in ihrer Paartherapie – „Alles über Liebe“ ist am 23. Oktober ihr Thema. „Ein Mann fürs Grobe“ dagegen ist Jürgen Prochnow, der einst seine Ex-Frau Verena Wengler übel hinterging. Nun stellt er sich der Geschäftsfrau als Raumpfleger vor und stiftet nichts als Unheil – zu erleben am 27. November.

Im Krimi-Klassiker „Arsen & Spitzenhäubchen“ (5. März) haben alle Beteiligten Leichen im Keller. Beatrice und Judith Richter spielen in „Hundert Quadratmeter“ eine ungewöhnliche WG. Die eine 30, dynamisch und mit Geld, die andere 60-plus, raucht, trinkt und beansprucht Wohnrecht auf Lebenszeit – doch in der Krise gibt es unerwartete Zusammenschlüsse der beiden gegensätzlichen Charaktere. Wie die aussehen, ist am 9. April zu erleben.

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Wer die beschwingten Momente im Leben zu schätzen weiß, greift zum Abo der Musiktheaterreihe. Von der Operettengala „Wien, Wien, nur du allein“ (18. Oktober) über die Kammeroper „Charleys Tante“ (2. Dezember) bis zur Gala „Dein ist mein ganzes Herz“ (18. Januar) spannt sich der musikalische Bogen. Die Schlagerrevue „Haben Sie nich ‘nen Mann für uns“ stimmt am 6. Februar auf die Fastnachts-Saison ein und der „Zauber des Belcanto“ verwöhnt am 3. April mit herausragender Stimmkunst. Den reinen Musikgenuss bietet die Serenadenreihe im Stadtmuseum „Haus zum Löwen“. Im Musiksaal präsentieren sich die Pianistin Catherine Gordeladze, der Vibraphonist Rafael Lukjanik, das Mainzer Kammertrio, das Berlin Guitar Trio und das Duo Schmid Rincón mit ungewöhnlichen Werken.

Für den Nachwuchs hat das Kulturbüro ebenfalls das Passende parat: Die Vier- bis Sechsjährigen begleiten „Lizzy auf Schatzsuche“, erleben, wie die „Kleine Hexe“ Weihnachten feiert, gehen mit „Jim Knopf & Lukas, dem Lokomotivführer“ auf Fahrt; vielleicht dahin, „Wo die wilden Kerle wohnen“ oder in den „Verrückten Zoo“. Wer den Kulturmix liebt, ist mit einem Mix-Abo gut bedient. Es umfasst zwei Theaterstücke, eine Musik- und eine Komödienvorstellung sowie ein Serenadenkonzert nach Wahl. (hov)

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