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Es werde (Flut-)Licht!

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TSG-Vorsitzender Karl-Heinz Groh (links) überließ den symbolischen Anstoß Bürgermeister Herbert Hunkel (rechts), hat die Stadt doch viel Geld in das neue Rasenspielfeld investiert.  (c)Foto: Postl Erstes Spiel auf dem runderneuerten Naturrasenplatz der TSG Neu-Isenburg endet mit Sieg.
TSG-Vorsitzender Karl-Heinz Groh (links) überließ den symbolischen Anstoß Bürgermeister Herbert Hunkel (rechts), hat die Stadt doch viel Geld in das neue Rasenspielfeld investiert. © Postl

Neu-Isenburg - „Heute sind alle Probleme mit Platzsperrung und beengten Trainingsmöglichkeiten vergessen. Von Leo F. Postl

Wir sind einfach nur froh, dass wir jetzt so einen tollen Rasen und eine so helle Flutlichtanlage haben!“ Karl-Heinz Groh, dem Vorsitzenden der TSG Neu-Isenburg, stand die Freude buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Mit dem Spiel der 1. Damenmannschaft der TSG gegen das Team der SG Zellhausen/Grossauheim wurde der runderneuerte Rasenplatz der Sportanlage im Buchenbusch eröffnet.

Eigentlich sollte dort „nur“ eine Flutlichtanlage errichtet werden, damit der Verein diesen Platz auch in der dunklen Jahreszeit nutzen kann. Vor der Baumaßnahme war aber eine Bombensondierung unerlässlich, den auch auf den Buchenbusch hagelte es beim Großangriff auf die Hugenottenstadt zum Ende des Zweiten Weltkrieges viele Bomben. Dabei wurde im Oktober 2012 der bereits vorher nicht mehr voll nutzbare Rasen an vielen Stellen so beschädigt, dass ein Austausch samt Grundsanierung unumgänglich war.

Blitzschutz für Flutmasten

Planung und Ausschreibung kosteten einige Monate, die eigentliche Sanierung begann dann im Juni. Bürgermeister Herbert Hunkel machte vor Spielanpfiff die Dimensionen der Arbeiten deutlich: „Es wurden 8 700 Quadratmeter Grasnarbe entfernt, 850 Kubikmeter Boden-Bauschuttgemisch ausgebaut und rund 600 Kubikmeter vorhandener Boden zwischengelagert.“ Das Gefälle wurde neu ausgebildet, sodass keine Senken mehr vorhanden sind, in denen sich Wasser sammeln kann. Zudem wurden fast 1000 Meter Drainagen und eine Beregnungsanlage eingebaut. Alleine für den Blitzschutz der vier Flutlichtmasten wurden rund 500 Meter Erdungskabel verlegt.

Die pro Mast jeweils vier Halogen-Metalldampflampen zu je 2000 Watt können in „Halbfeldschaltung“ betrieben werden. „Bedauerlicherweise hat sich die Abnahme des in kürzester Zeit sanierten Rasenplatzes aufgrund der vom Auftragnehmer im Rahmen der Fertigstellungspflege verursachten Mängel verzögert“, begründete Hunkel die verspätete Abnahme am 2. Oktober.

Jetzt stehe der Rasenplatz (es wurde Rollrasen aufgebracht) jedoch wieder für Trainingseinheiten und Spiele zur Verfügung. Insgesamt investierte die Stadt rund 325.000 Euro.

Sportdezernent Theo Wershoven fühlte sich beim Rundgang wieder in Zeiten seiner jugendlichen Fußballkarriere versetzt: „Ich muss sagen, dass ich dreimal lieber auf den Naturrasen falle als einmal auf Kunstrasen.“

Den symbolischen Anstoß nahmen dann Bürgermeister Hunkel und Mandy Goodyear, langjährige Spielerin und Abteilungsleiterin Frauenfußball bei der TSG Neu-Isenburg, vor. Das Spiel gewannen die Neu-Isenburgerinnen nach spannendem Kampf mit einem 3:2.

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