Nach 26 Jahren

Stadtplaner Peter Heß-Meinel geht in den Ruhestand

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Peter Heß-Meinel bekam zur Verabschiedung eine Torte mit dem Bild des Bebauungsplans Birkengewann, für den der Stadtplaner zuständig war. Dazu gab es noch eine kleine Birke.  

Neu-Isenburg - „Er hat der Stadt ein modernes Gesicht gegeben. “ Mit diesen Worten würdigt gestern Bürgermeister Herbert Hunkel die Verdienste des Städtebauassessors Peter Heß-Meinel. Von Holger Klemm 

Nach mehr als 26 Jahren in Diensten der Stadt geht der Bereichsleiter Bau und Planung in den Ruhestand. Das Abschiedsgeschenk, das Hunkel gestern überreicht, steht in enger Beziehung zu einer seiner letzten Aufgaben für die Stadt. Heß-Meinel bekommt eine Birke und eine Torte, auf der der Bebauungsplan für das Birkengewann zu sehen ist. Und für dieses zeichnete er verantwortlich. Doch das ist längst nicht alles. „Vieles in Neu-Isenburg trägt die Handschrift von Peter Heß-Meinel, der seit 1990 an der Stadtentwicklung von Neu-Isenburg mitgewirkt hat.“ Hunkel lobt seine hohe Kreativität, Entscheidungsfreude und überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft.

Unter seiner Ägide entstand, um nur einige Beispiele zu nennen, die Gewerbeentwicklung des Triforums und des Gehespitz-Geländes, die Vereinfachung des Bebauungsplans Erlenbachaue, der Rahmenplan für das Stadtquartier Süd, die Erschließung des Gehespitzgeländes, der Gutenbergstraße, Du-Pont-Straße und des Birkengewanns sowie die Umgestaltung des Vorplatzes der Hugenottenhalle, des Rosenauplatzes, der Fußgängerzone Bahnhofstraße sowie die Freiraumgestaltung des Stadtteilzentrums West und des Mehrgenerationenparks im Sportpark – zum Teil mit Unterstützung von Büros. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Seine Aufgabe war es, alle einzelnen Bausteine der Stadtplanung zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. „Er stand dabei als Mittler zwischen den verschiedenen Akteuren aus Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit“, so der Bürgermeister. Denn anders als in vielen Bereichen stehe das Ergebnis des Städtebaus nicht von Anfang an fest, sondern sei das Ergebnis des Handelns vieler. Als Beispiel nennt Hunkel den Prozess zur Planung des Stadtquartiers Süd, bei dem eine umfangreiche Bürgerbeteiligung und die Entwurfswerkstatt zu dem heutigen Planungsergebnis geführt habe. Und noch etwas hebt der Bürgermeister hervor. Seine Bebauungspläne seien immer rechtssicher gewesen, was angesichts des komplizierten Baugesetzes nicht selbstverständlich sei.

Heß-Meinel wurde am 20. August 1951 in Offenbach geboren. Nach seinem Studium in Architektur und Städtebau an der TH Darmstadt ging er in den höheren technischen Verwaltungsdienst, den er 1987 als Städtebauassessor abschloss. Am 16. April 1990 fing er bei der Stadt Neu-Isenburg an. 1993 wurde er stellvertreter Fachbereichsleiter Stadtplanung und Bauberatung, seit 2006 war er Bereichsleiter Bau und Planung.

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