Messekongress Quo Vadis in Huha

Auf der Suche nach der Stadt der Zukunft

Neu-Isenburg - Mit der Stadt der Zukunft und ihren Herausforderungen beschäftigt sich der Messekongress Quo Vadis am Wochenende 17. und 18. September in der Hugenottenhalle. Dabei wollen auch die städtischen Unternehmen ihre Nachhaltigkeitskonzepte präsentieren. Von Holger Klemm 

Das Ziel der Veranstalter ist ehrgeizig: Kommunen, Verbände, Wissenschaft, Wirtschaft und interessierte Bürger sind eingeladen, praktische Erfahrungen bei der Umsetzung von Ideen und Innovationen auszutauschen, erprobte Lösungen kennenzulernen sowie Barrieren und Prioritäten zu diskutieren. Als Motto gilt ein Zitat des international renommierten Stadtplaners Jaime Lerner: „Die Stadt ist nicht das Problem – die Stadt ist die Lösung“. „Die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung wird vor allem auf kommunaler Ebene geschehen“, sagt Organisator Klaus Reinhard aus Neu-Isenburg, der den Messekongress zusammen mit der Hessischen Energiespar-Aktion, dem Hessischen Städtetag und der Hessischen Klimaschutz Charta auf die Beine stellt. In den Städten kristallisierten sich die Herausforderungen der Zukunft – egal ob Klimaanpassung und Energeversorgung, Integration und Gemeinschaft, sichere Arbeit, bezahlbares Wohnen, nachhaltige Mobilität oder demografischer Wandel. Heute werde in den Städten drei Viertel der Energie verbraucht und 70 Prozent der von Menschen erzeugten Treibhausgase ausgestoßen. Deshalb sage auch die UN, dass in den Städten der Kampf um ein nachhaltige Entwicklung gewonnen oder verloren wird. Inzwischen gebe es zahlreiche Beispiele dafür, wie Städte sich dem Klima anpassen, wie sie sich sicher mit Energie versorgen sowie eine Mobiliät für alle und eine gesunde Ernährung ermöglichen.

In den Zukunftsforen und dem Ausstellungsbereich geht es um die Themen: Energie, Klima Ressourcen; (Selbst-)Versorgung in Stadt und Land; Innenstadt; Quartiere, Stadtteile & Gebäude; Mobilität und Infrastrukturen; Zusammenleben in Stadt & Land sowie Smart City. Dazu wurden zahlreiche Referenten eingeladen.

Nähere Infos zum Kongress gibt es unter 06102/8394759.

Auch die Stadt nutzt die Gelegenheit, sich beim Kongress zu präsentieren. „Wichtigste Voraussetzung einer Stadt der Zukunft ist ein gutes und respektvolles Miteinander“, schreibt Bürgermeister Herbert Hunkel. Integration und Gemeinschaft, Chancengleichheit und Teilhabe, Bildung für Alle, sichere Arbeitsplätze, ausreichend Ausbildungsmöglichkeiten sowie bezahlbarer Wohnraum bildeten das soziale Klima einer Stadt der Zukunft. Zu den weiteren Eckpfeilern zählten urbanes Wohnen und Leben, umwelt- und naturschonende Mobilität sowie Klimaschutz und Energiewende. In diesem Sinne präsentiert die Stadt ihr Umbauprogramm zum Alten Ort und ihr Radverkehrskonzept. Die Gewobau informiert über die energetische Sanierung ihres Gebäudebestandes mit 2 540 Wohnungen. Allein im vergangenen Jahr wurden da 42 Millionen Euro investiert und der CO2--Ausstoß um 19 Tonnen gesenkt. Die Stadtwerke berichten über ihre Bemühungen, den Ökostrom voranzubringen, und der DLB über seine nachhaltige Abfallwirtschaft.

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