Neue Stromleitungen erfordern Geduld

Unmut über Bauarbeiten in Gravenbruch

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Die Baustelle in der Straße „Am Forsthaus Gravenbruch“ verlangt den Anwohnern derzeit einiges an Toleranz ab. Die Stadt betont, Stadtwerke und Ordnungsamt arbeiteten eng zusammen, um die Belästigung so gering wie möglich zu halten.

Gravenbruch - Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche sind Bauarbeiten in Gravenbruch Thema – allerdings hat die Angelegenheit, um die es diesmal geht, nichts zu tun mit der Ankündigung der Energieversorgung Offenbach (EVO), das Fernwärmenetz in Gravenbruch zu erneuern.

Nun geht es um die Kabelverlegung in der Straße „Am Forsthaus Gravenbruch“, die seit einer Weile läuft. Dort sind die Stadtwerke dabei, die Stromkabel zu erneuern. Begleitmusik dieser Bauarbeiten im Stadtteil ist Gegrummel: Wie Bürgermeister Herbert Hunkel berichtet, haben sich Anwohner über Belästigung durch die Arbeiten sowie über wegfallende Parkplätze beschwert. „Es war und ist stets unser Ziel, Einschränkungen in Zusammenhang mit Bauarbeiten möglichst gering zu halten“, betont der Rathauschef. „Leider lassen sich nicht alle Unannehmlichkeiten vermeiden und ich habe großes Verständnis für eine kritische Begleitung.“ Die Bauarbeiten der Stadtwerke in Gravenbruch seien langfristig und sorgfältig geplant. „Die Erneuerungsarbeiten im Kabelbereich sind zwingend erforderlich und dienen letztendlich der weiteren Gewährleistung einer sicheren Stromversorgung“, erklärt Hunkel. „Bis Jahresende sollen die Kabel an der gesamten Schleife der Straße Am Forsthaus Gravenbruch fertigt verlegt sein.“ Derzeit sind die Stadtwerke in Höhe der Hausnummer 43 zugange.

Kritisiert hätten die Anwohner insbesondere die Länge der Bauabschnitte und die Zahl der damit wegfallenden Parkplätze. Die Fachleute der Stadtwerke erläutern daher die Planung: „Die jeweiligen Bauabschnitte hatten eine maximale Länge von 180 Meter. Je größer ein Bauabschnitt ist, desto weniger Zwischenarbeiten sind notwendig und somit wird insgesamt weniger Zeit benötigt. Allerdings sind die Einschränkungen für die Anwohner dann auch größer. Lediglich in einem Abschnitt musste die Bushaltestelle aus dem Baufeld verlegt werden, sodass neben der reinen Baustelle zusätzlich für die Interimshaltestelle ein längerer Abschnitt vom Parkverbot, etwa 300 Meter, betroffen war.“

Stadtteilfest in Gravenbruch

Pro Bauabschnitt hätten die Arbeiter maximal drei bis vier Wochen benötigt. Dabei sei zu berücksichtigen, dass dabei nicht die Tiefbau- und Pflasterarbeiten, sondern die ausgeführten „gesamthaften Kabelerneuerungen im laufenden Betrieb“ die zeitintensiven Arbeiten darstellten. „Erst nach Abschluss dieser, vom Anwohner nicht zwingend festzustellenden, Arbeiten kann die Wiederherstellung der Oberflächen erfolgen und die Baumaßnahme fertiggestellt werden“, erläutern die Stadtwerke. Die zeitlichen Vorgaben des Ordnungsamtes seien bisher eingehalten worden, „Optimierungsmöglichkeiten im Bauablauf werden nach Möglichkeit sofort umgesetzt“, heißt’s in einer Stellungnahme des lokalen Energieversorgers. Hunkel betont, alle Baumaßnahmen sowie die Lagerflächen fürs Baumaterial würden zwischen Stadtwerken und Ordnungsamt sorgfältig abgestimmt.

„Nicht vermeidbare Einschränkungen des Verkehrsraumes“ prüfe das Ordnungsamt stets kritisch vor einer Genehmigung. hov

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