Einfach nicht wegzudenken

Newcomer-Wettbewerb beim Open Doors

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Sie präsentieren einige der zahlreichen Preise des Newcomer-Contests. Das Foto (von links) zeigt Ersten Stadtrat Stefan Schmitt, Rudolf Olejnik (Geschäftsführer des neuen Bühnen-Sponsors Linkinpartner), Dominik Stotzem, Michael Kercher (beide von der Veranstaltungsagentur Zwölf Löwen), Christel Engler (Linkinpartner) und Bürgermeister Herbert Hunkel.  

Neu-Isenburg - Das Open Doors wirft so langsam seine Schatten voraus. Beim 24. Musikspektakel treten vom 1. bis 3. Juli an die 60 Bands auf 17 Bühnen im Stadtgebiet mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen auf. Von Holger Klemm

Fester Bestandteil ist erneut der Newcomer-Bandcontest, für den die Macher um Michael Kercher wieder mit attraktiven Preisen aufwarten können. „Der Contest hat einen großen Stellenwert“, freut sich Kercher und verweist auf die von der Musikindustrie zur Verfügung gestellten Instrumente und technisches Equipment aller Art in einem Gesamtwert von 20. 000 Euro. Seines Wissens nach kann deutschlandweit kein anderer vergleichbarer Wettbewerb mit solchen Preisen aufwarten – auch nicht in Großstädten wie Frankfurt, Berlin, München oder Hamburg.

Das ist für den Leiter der Veranstaltungsagentur Zwölf Löwen umso erstaunlicher, da die Musikmesse in Frankfurt in diesem Jahr wegen der schwierigen Umsatzzahlen einen unerwarteten Einbruch erlebte und viele Firmen gar nicht gekommen waren. Doch für den Contest haben sie sich erneut großzügig gezeigt. Damit das auch weiterhin so bleibt, findet der Wettbewerb am Freitagabend, 1. Juli, von 18 bis 23 Uhr erneut draußen statt – auf der Bühne an der Frankfurter-/Ecke Offenbacher Straße. Der Standort habe sich bei der Premiere im vergangenen Jahr bestens bewährt und viele Besucher angelockt.

Der hohe Stellenwert der Veranstaltung ist für Dominik Stotzem, der für die Buchungen beim Open Doors zuständig ist, sicherlich auch ein Grund dafür, dass er von viel versprechenden Bands aus der Region die Bude eingerannt bekommt. Stotzem ist sich sicher, für die neue Ausgabe wieder fünf tolle Gruppen ausgewählt zu haben. Das Spektrum reicht dabei von Pop und Rock bis Soul und Singer-Songwriter.

Mit dabei ist Pzzl. Im vergangenen Jahr haben die vier Jungs mit ihrer Sängerin Saskia unangekündigt beim Open Doors unplugged auf der Frankfurter Straße gespielt. Stotzem zeigte sich von dem Auftritt so begeistert, dass die Band, die verschiedene Musikstile verbindet, diesmal offiziell auf der Bühne losrocken darf. Mit dabei sind ebenfalls The Morning Pints. Die Indie-Rocker aus dem Rhein-Main-Gebiet verbinden ihre Musik mit Comedy. Eine unverwechselbare Stimme zeichnet Leyla Trebbien aus, die mit ihrer Band ebenfalls am Wettbewerb teilnimmt. Bereits einen Namen haben sich Usinger gemacht, drei Brüder im Alter von 17 bis 21 Jahren, die sich feinstem Indie-Pop-Rock mit direkten Texten verschrieben haben, die zum Nachdenken und Tanzen anregen. Mal euphorisch, mal melancholisch, mal direkt – so präsentiert sich Secluded aus Frankfurt mit der weichen Stimme des Sängers Miro Kania. Der Sieger des Contests wird übrigens durch Handaufheben des Publikums bestimmt.

Musikfestival Open Doors 2015: Bilder

Auch an den beiden anderen Tagen bleibt die Bühne an der Frankfurter-/Ecke Offenbacher Straße jüngeren Musikern und Besuchern vorbehalten. „Kein Musiker ist älter als 30 Jahre. Wir setzen damit einen Gegenpol zum Bereich der Hugenottenhalle“, meint Stotzem. Dort kommen eher ältere Semester beim Open Doors auf ihre Kosten. Am Samstag treten ab 14 Uhr die Rockin’ Rumba-Band Mezcaleros, Die Thriller Pfeifen mit ihrem „Knusper-Pop“, Dadefür mit Hessen-Rock und Midriff mit Hard-Rock auf. Den Abend ab 20.30 Uhr übernimmt die bekannte Band Inhuman – mit ihrem Modern Rock so etwas wie der Headliner an der Frankfurter/Ecke Offenbacher Straße. Mit Party-Rock von Johnny Jack & Jim endet dort der Abend. Am Sonntag wird die Bühne zum Treffpunkt für alle Fans der Singer-Sonwriter. Ab 14 Uhr spielen Ole Kleinfelder, Dana Maria, Vanessa, Jonas Fisch (Sänger von Inhuman) sowie Bijan James Booth & The Why leave TOs.

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