„Pro Katz’“ vermittelt Urlaubspaten für Haustiere

Ohne Sorge um die Samtpfote in die Ferien

Neu-Isenburg - Damit Herrchen und Frauchen den Urlaub genießen können, bietet der Verein „Pro Katz’“ auch in diesem Jahr wieder Hilfe bei der Betreuung von Tieren an.

Die 1992 gegründete Aktion unter dem Titel „Nimmst Du mein Tier, nehm ich Dein Tier“ läuft seit Jahren erfolgreich. Als Tier- und Naturschutzverein will man Kontakte zwischen Menschen knüpfen, die ihre Tiere gegenseitig betreuen. Kostenlos – und vor allem im für die Vierbeiner so wichtigen gewohnten Umfeld. „Diese Aktion lebt vom Mitmachen“, sagt Maria Kämper. Vor rund 30 Jahren hat die Isenburgerin den Verein „Pro Katz’“ mitbegründet und ist seither und auch gemeinsam mit ihrem Mann Detlef im Tier- und Naturschutz aktiv. „Nicht immer findet sich eine geeignete Person oder gerade in der Ferienzeit ist niemand frei, um zu helfen“, weiß Kämper. Doch Tiersitting zwischen Privatleuten ist Vertrauenssache, und das ist erst mal aufzubauen. „Umso wichtiger, dass sich Interessenten so früh wie möglich beim Verein melden und sich in einer Kartei eintragen lassen.“ Dies ist kostenlos und zwingt niemanden, Mitglied zu werden.

Immer wieder erleben Tierschützer Fälle, in denen Leute kurz vor Urlaubsantritt plötzlich anrufen, weil sie noch nicht wissen, wer ihre Katze oder ihren Nager betreut. Um sowas zu vermeiden, hat „Pro Katz’“ bereits jetzt, wo es bis zur ersten Urlaubswelle noch ein Weilchen hin ist, den Aufruf zur Urlaubshilfe für Tierhalter gestartet. Denn es sei entscheidend, mögliche Urlaubspaten und Tierbesitzer frühzeitig auf die Hilfe aufmerksam zu machen. „Wir als Verein können nur mögliche Interessenten miteinander in Kontakt bringen“, betont Kämpfer. Wie weit diese dann zueinander passen, müsse natürlich jeder selbst feststellen; der Verein übernimmt keine Haftung für misslungene Patenschaft.

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Meistens läuft die Sache so ab, dass die Katze in der eigenen Wohnung bleibt und dort zweimal täglich besucht wird. Mit dem netten Nebeneffekt, dass die Vierbeiner nicht in aller Regel wider Willen neue Artgenossen, neue Futterplätze, fremde Geräusche und neue Territorien in einer gewerblich betriebenen Tierpensionen kennenlernen müssen. Und dem weiteren, dass die Zweibeiner sich auch in anderen Dingen unter die Arme greifen: Die Gleichgesinnten helfen sich möglichst gegenseitig, säubern das Katzenklo, versorgen die Vierbeiner – und werfen dabei auch mal einen Blick auf Topfpflanzen und in Briefkästen. „Die Liebe, die man dem betreuten Tier schenkt, bekommt das eigene Tier wieder, wenn es an der Reihe ist, von einem Paten versorgt zu werden“, beschreibt Kämper das Prinzip.

Bei Hunden, die nicht mit in den Urlaub genommen werden können, sei es in der Regel so, dass sie zum Paten ins Haus ziehen – gültige Impfung und Haftpflichtversicherung vorausgesetzt. Weil die meisten Hundebesitzer ihr Tier mit in die Ferien nehmen, sei die Nachfrage nach Betreuung von Hunden jedoch sehr gering. Wer Fragen zur Urlaubshilfe hat oder sich in die Kartei eintragen lassen möchte, erreicht „Pro Katz’“ unter der Nummer 06102/800988. Auch eine kostenlose Broschüre vom Deutschen Tierschutzbund zum Thema hält Maria Kämper bereit. (hov)

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