Wegen des Musikspektakels Open Doors

Frankfurter Straße gesperrt: Wieso die Ampeln weiterliefen

Neu-Isenburg - Eine Ampel, so lernt man, ist dazu da, den Verkehr zu regeln und für Sicherheit zu sorgen. Wenn aber gar kein Verkehr rollen kann, weil die Frankfurter Straße wegen des Musikspektakels Open Doors drei Tage lang gesperrt ist, könnte man derweil ja auch die Lichtsignale abschalten und so Stromkosten und Energie sparen, finden einige Isenburger.

Und fragen sich folglich, warum die Ampeln trotzdem weiter liefen, obwohl Isenburgs Hauptverkehrsader doch während des Festivals ausschließlich eine Fußgängermeile war. Die Erklärung aus dem Rathaus lautet zusammengefasst: „Die Stromersparnis bei Abschaltung ist geringer als der Aufwand.“ Seit 2012 seien alle Ampelanlagen der Stadt mit moderner energiesparender LED-Technik ausgerüstet; 150.000 Euro habe man sich die Umrüstung aller 23 Signalanlagen im Stadtgebiet kosten lassen. Mit der LED-Technik reduzierten sich laut Magistrat die Stromkosten um etwa 60 Prozent; gleichzeitig sanken die Wartungskosten und die CO²-Belastung.

„Das Ausschalten der Ampeln auf der Frankfurter Straße ist mit höheren Kosten verbunden als der reguläre Betrieb“, erklärt der Magistrat. „Eine Programmierung der Abschaltung würde Kosten von rund 200 Euro verursachen, da sie nicht im Standardprogramm der Ampelanlage enthalten ist.“ Die Stromersparnis für die Abschaltung aller Ampeln auf der Frankfurter Straße für ein Wochenende liege indes bei sieben Euro.

Bilder: Open Doors in Neu-Isenburg

hov

Rubriklistenbild: © dpa

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