Sammler Robert Funcke schließt seinen Projektraum

Räumungsausverkauf bei „KunstVoll“

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Robert Funcke präsentiert bei einer Vernissage im Februar einen Obelisken des italienischen Künstlers Alessandro Procaccioli. Nach elf Ausstellungen macht der Isenburger seinen Projektraum „KunstVoll“ nun dicht.

Neu-Isenburg - Dass dieser Ort Neu-Isenburg bunter gemacht hat, wird in Robert Funckes Projektraum „KunstVoll“ derzeit noch einmal sehr deutlich: Denn noch bis zum morgigen Freitag sind dort die aufwendigen Collagen des in Gravenbruch lebende Künstlers Bernd Gothan zu sehen.

Dieser zeigt seine nur mit Schere und Kleber hergestellten Collagen vom handlichen DIN A4 bis hin zum großen DIN A0-Format. Mit dieser Ausstellung endet dann auch die Ära des Projektraums „KunstVoll“, Ende Juni macht Robert Funcke endgültig die Türen zu – nach elf Ausstellungen und zwei Teilnahmen am Open Doors. Funcke hat mit seinem Projektraum große Namen wie Warhol in die Stadt gebracht – und ursprünglich schwebte ihm bekanntlich vor, eine Kunsthalle in der Frankfurter Straße zu schaffen; alles ohne öffentliche Kostenbeteiligung. „Leider stießen meine Idee und mein Engagement, auch im Sinne und zum Wohle von Neu-Isenburg, bei den städtischen Entscheidern auf keine Gegenliebe“, bedauert Robert Funcke. Viele Kunstinteressierte in der Hugenottenstadt bedauern diese vergebe Chance, die auch der Stadt selbst zu noch mehr Ansehen in vielen Belangen hätte verhelfen können.

Zum Finale lautet das Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“: Funcke lädt zum Räumungsschlussverkauf ein. „Von den Arbeiten Bernd Gothans aus der aktuellen Ausstellung über Kunstkataloge, Poster und Restbestände vom Open Doors bis zur kompletten Teeküche mit Kühlschrank, Spüle und Geschirrspülmaschine steht alles zum Verkauf – Schnäppchen sind da garantiert“, so der 52-Jährige. Heute ab 15 Uhr sowie am morgigen Freitag, zum Ausstellungsende, ab 11 Uhr öffnen sich die Türen des Projektraums in der Frankfurter Straße 47.

Künftig will der Isenburger seine Aktivitäten im Kultursponsoring und Eventmanagement bundesweit und international ausrichten. Der Schwerpunkt werde weiter in der Förderung junger Künstler und der Etablierung lateinamerikanischer Kunst in Deutschland liegen. 

lfp

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