Vergangenes Jahr knapp 18.000 Knöllchen verteilt

Securitas: Private „Polizei“ bleibt in der City tätig

Neu-Isenburg - Auch künftig sind Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes in öffentlichem Auftrag in Isenburg auf Streife unterwegs: Der Magistrat hat den Vertrag mit der Firma Securitas um ein Jahr verlängert.

Der zusätzliche Streifendienst zur Überwachung des ruhenden Verkehrs habe sich bewährt, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU). Dies belege auch der nun vorgelegte Erfahrungsbericht für den Zeitraum von Januar 2014 bis Ende Dezember 2015. Bereits seit 2003 beschäftigt die Stadt zwei private Hilfspolizeibeamte, die vor allem in der Innenstadt beim ruhenden Verkehr nach dem Rechten sehen. Sie verteilen also vor allem Knöllchen. „Seit 2011 werden sie auch zur Überwachung von städtischen Veranstaltungen herangezogen wie beim Lumpenmontag oder Open Doors“, ergänzt Schmitt. Jeweils zwischen 7 und 22 Uhr sind die Securitas-Mitarbeiter unterwegs, auch an Samstagen. Die Einsatzorte liegen in erster Linie im Innenstadtbereich; schwerpunktmäßig werden die Straßen um das Isenburg-Zentrum, die Frankfurter Straße (Parkscheibenregelung) und insbesondere in den Nachmittags- und Abendstunden die Bewohnerparkbereiche Alter Ort und Innenstadt sowie die Fußgängerzone Bahnhofstraße überwacht.

„Von Seiten der Bevölkerung werden die durchgeführten intensiven Kontrollen überwiegend positiv aufgenommen, häufig wurden sie auch eingefordert, insbesondere auf der Frankfurter Straße“, berichtet Schmitt. Die intensive Überwachung in den Abendstunden bis 22 Uhr im Alten Ort habe zu einer Verbesserung des Parkverhaltens geführt und werde ebenfalls regelmäßig von Anwohnern eingefordert.

Die Anzahl der erteilten Knöllchen ist leicht rückläufig und betrug 17 995 Verwarnungen in 2015. 18.874 waren es im Jahr davor, 18 703 Knöllchen wurden 2013 geschrieben und 2012 sogar 19.731 – vor allem für Parken mit ungültigen oder abgelaufenen Parkscheiben und Parkzetteln (5 694) und für verbotenes Parken im Halteverbot (5 288). Auch für unberechtigtes Anwohnerparken im Alten Ort/Innenstadt (4 158) oder fürs Parken auf Rad- und Gehwegen (1 297), auf Bushaltestellen (829) sowie Behindertenplätzen (586) ging so manches Knöllchen raus.

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„Die Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma tragen zur wesentlichen Unterstützung der städtischen Ordnungspolizisten bei“, betont Schmitt. „Dadurch können sich die Ordnungspolizeibeamten verstärkt den eigentlichen Aufgaben der Ordnungsbehörde zuwenden.“

hov

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