Jüngstes Opfer erst 14

Serientäter in der Region: Fünf Morde in drei Jahren

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Der Fall Michael Wolpert, hier ein Ausriss aus der Offenbach-Post vom 6. März 1984, sorgte für großes Aufsehen.

Neu-Isenburg - Der Fall Manfred Seel ruft in der Region Erinnerungen an eine Mordserie in den frühen 80er Jahren hervor. 1980 kehrte die damals 14 Jahre alte Regina Barthel aus Dietzenbach von einem Waldspaziergang nicht nach Hause zurück.

Zwei Jahre später starb im gleichen Waldstück die 17-jährige Regina Spielmann. Es gab noch weitere Opfer zwischen 1980 und 1983: Die Frauen, die zumeist vergewaltigt und erstochen wurden, joggten oder gingen spazieren, zwei arbeiteten als Prostituierte in Frankfurt. Im November 1983 ging der Polizei Michael Wolpert ins Netz. Der damals 25-jährige Elektriker aus Neu-Isenburg, Vater einer Tochter, wurde zunächst wegen einer sexuellen Belästigung festgenommen. Anfang März 1984 gestand er dann fünf Morde. Ein Jahr später wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Er habe wegen seines abartigen Geschlechtstriebes drei junge Frauen im Wald und zwei Prostituierte als Kunde getötet, hieß es in der Urteilsbegründung. Wolperts Name fiel auch immer wieder im Zusammenhang mit weiteren Morden in jener Zeit in der Region.

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