Viel los trotz der großen Hitze

Stadtteilfest in Gravenbruch: Erfolgreiche Neuerungen

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Die Show der Breakdancer des Juz Gravenbruch war am Freitagabend einer der Höhepunkte des Stadtteilfests. Die jungen Akrobaten ernteten für ihre temporeiche Darbietung reichlich Applaus.  

Gravenbruch - Der Stadtteil Gravenbruch lebt wieder auf. Dies ist nicht nur am Engagement von Vereinen und Initiativen zu erkennen – auch das traditionelle Stadtteilfest erfuhr einen (modern ausgedrückt) „Relaunch“ und wurde den Wünschen der Besucher angepasst. Von Leo F. Postl 

Mehr Abwechslung, mehr Möglichkeiten, so präsentierte sich das Gravenbrucher Stadtteilfest in diesem Jahr: „Wir hatten sonst immer nur ein Zelt, da war es einigen zu laut, die sich hier treffen und unterhalten wollten. Jetzt gibt es noch zwei Nebenzelte, sozusagen als Chill-Zone“, erklärte Gordana Petkovic vom städtischen Kulturbüro die Änderungen. Schon der Auftakt war vielversprechend: Als Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Ortsvorsteher Eddi Fischer die Dreitagesveranstaltung eröffneten, waren bereits recht viele Besucher da. „Wir haben keine Mühen gescheut, Ihnen ein schönes Fest zu bieten – Sie sind es uns wert“, betonte Schmitt. Fischer lobte ebenfalls das Engagement der „Hauptstadt“ und dankte für den großen Aufwand. „Wir freuen uns schon immer auf dieses Fest, denn es bringt viele Vereine und Initiativen, aber auch die Bürger zusammen“, so Fischer.

Was das Engagement von Bürgern in Vereinen betrifft, stellte er Wolfgang Simon heraus. Der langjährige Vorsitzende der SSG Gravenbruch war zuvor schon Jugendtrainer und Jugendleiter (1989-1998) und führt heute erfolgreich die Geschicke des großen Vereins. Schmitt und Fischer überraschten Simon mit einer Ehrenurkunde und einem „Goldenen Ball“. „Ich mache meine Arbeit für den Verein gerne, freue mich aber dennoch über diese besondere Ehrung“, meinte der überraschte SSG-Vorsitzende.

Bei der Show „Feuer und Flamme“ von Matze Patzak konnten die Gäste wie Leonie mit „Leuchtkugeln“ am Seil Lichterbahnen in den Nachthimmel zaubern.

Mit Oldies, Stimmungs- und Schlagermelodien sorgte das Trio T-K-K am Freitag für beste Stimmung im Festzelt – einige schwangen auch das Tanzbein. Die Breakdancer des Juz Gravenbruch um Dario Castiletti sorgten mit ihrer Showeinlage ebenfalls für Begeisterung. „Wenn ihr das, was die Jungs hier zeigen, nicht selbst könnt, dann müsst ihr laut klatschen“, forderte Castiletti. Und die Zuschauer kamen aus dem Klatschen nicht mehr heraus: Akrobatik, Salti und wirbelnde Kopfdrehungen ließen alle nur staunen. Später zeigte Matze Patzak mit seiner Show „Feuer und Flamme“ eine faszinierende Verbindung aus Artistik und Jonglage. Dabei konnten sich auch Ungeübte mit den „Leuchtkugeln“ am Seil versuchen und wunderschöne Lichterbahnen in den Nachthimmel zaubern.

Nebenan hatten sich gesellige Grüppchen an den Ständen von verschiedenen Vereinen und freien Anbietern zusammengefunden. Traditionell waren die Fußballer der SSG bestens vertreten und der Weinstand des TC Foresta Gravenbruch ist schon immer ein Treffpunkt für treue Gäste. Die Weincourt-Crew um Gabi Saalwächter servierte nicht nur Prosecco und erlesene Sommertröpfchen, sondern überraschte die Gäste auch mit „Boris Becker“. Nach dem bekannten Tennisstar ist ein selbst kreierter Cocktail benannt.

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Der Samstagnachmittag gehört traditionell den Familien, doch diesmal war das Wetter einfach zu schön, sodass viele Aktionen zwar nichts in Wasser, dafür aber der Sonne zum Opfer fielen. Die Jugendfeuerwehr spendete mit einem Wasserzerstäuber wenigstens an einer Stelle angenehme Frische, auch die Dino-Kindereisenbahn drehte verlässlich ihre Runden. Das Smovey-Trio Irina Eurose-Wörz, Claudia Wilken und Angelika Tank zeigte Handhabung und Wirkung der Fitness-Ringe, das Bauchtanz-Trio Tamadur erfreute die ohnehin schon schwitzenden Gäste im Zelt mit ihrem orientalischen Tanz. Später am Abend kamen die Besucher wieder zahlreicher.

Eine besondere Veranstaltung war das Fest der Religionen am Sonntag. Nach dem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt auf dem Dreiherrnsteinplatz wurde in einer Talkrunde das Thema Frieden beleuchtet. Dabei wurde ein von Künstlerhand geschaffener „Friedenspfahl“ enthüllt und aufgestellt (ein ausführlicher Bericht darüber folgt in unserer morgigen Ausgabe). Oldtimerliebhaber präsentierten zudem ihre frisch aufpolierten „Schätzchen“. Mit der Band Tobasco klang das ziemlich heiße Stadtteilfest aus.

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