Stefan Schmitt in zweite Amtszeit eingeführt

Das Hobby zum Beruf gemacht

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Bürgermeister Herbert Hunkel (links) und Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner (Vierte von rechts)) gratulierten den neuen Magistratsmitgliedern (weiter von links): Klaus Peter Flesch (AfD), Wolfgang Bergenthal (CDU), Erika Kimpel (CDU), Theo Wershoven (CDU), Andreas Frache (FDP), Dirk Wölfing (Grüne), Yvonne Lammersdorf (SPD) und Horst Schäfer (SPD) 

Neu-Isenburg - Stefan Schmitt hatte seine Amtseinführung extra an den Beginn der Stadtverordnetenversammlung legen lassen, damit seine beiden Söhne Florian und Sebastian den feierlichen Moment auch mit erleben konnten. Daneben standen Wahlen auf der Tagesordnung.

Die beiden Jungs saßen dann auch neben ihre Mutter Marion Schmitt in der ersten Reihe und wurden Zeuge des besonderen Moments und des Beginns der zweiten Amtsperiode ihres Papas. Schmitt hörte vor seinem neuerlichen Amtseid viele wohlwollende Worte von langjährigen Wegbegleitern. Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner erinnerte den Ersten Stadtrat an einige „Wortgefechte“ bei der Jungen Union im Kreis: „Klar war damals schon, dass dein Herz für die Kommunalpolitik schlägt“, sagte Wagner.

Seit 1993 als 19-Jähriger saß Schmitt für die CDU im Parlament, wurde später Fraktionschef, bevor er 2010 als Hauptamtlicher in den Rathaussessel wechselte. „Theo Wershoven hat damals Ihr Talent erkannt und Sie schon früh zum Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Jugend und Familie gemacht“, holte auch Bürgermeister Herbert Hunkel Erinnerungen an die ersten politischen Schritte Schmitts hervor. „Sie sind ehrgeizig, offen und meistens humorvoll und Sie sind ein Mensch der unsere Stadt ebenso liebt wie seine Eintracht. Mit dem feinen Unterschied, dass es für Isenburg immer nur bergauf ging“, erntet Hunkel Lacher. Er selbst freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Kollegen. Er schätze sein Engagement, seine Treue zu seinen Grundsätzen und zu Neu-Isenburg ebenso wie seine Zuverlässigkeit. „Auf die Stadt Neu-Isenburg warten große Chancen der Weiterentwicklung mitten drin und möglichst immer vorne dran in der Rhein-Main-Region – legen Sie los“, forderte der Bürgermeister ihn auf.

Auch Landrat Oliver Quilling, Karl-Christian Schelzke vom Hessischen Städte- und Gemeindebund, Bernhard Bessel für die Bürgermeister im Kreis und Walter Bechtold für die Isenburger Vereine überbrachten Glückwünsche und Geschenke für Schmitt und Blumen für seine Frau.

Alles zur Kommunalpolitik in Neu-Isenburg

Schmitt nutzte die Gelegenheit für eine kleine Liebeserklärung an Neu-Isenburg. Obwohl ihm immer der Makel angehaftet werde, dass er gebürtiger Frankfurter sei, habe er sein komplettes Leben in der Hugenottenstadt verbracht. „Ich empfinde es weiterhin als Privileg, dass ich mein früheres Hobby Kommunalpolitik zum Beruf machen konnte.“ Er werde sich weiter mit ganzem Herzen für diese „wunderbare quirlige Stadt“ einsetzen und es gebe viel zu tun. Es gelte das Stadtquartier Süd in ein urbanes Quartier zu verwandeln, im Birkengewann rechnet er für 2017 spätestens 2018 mit neuen Wohnungen und Häusern und auch für das ehemalige Opel-Gelände werde es in absehbarer Zeit eine „vernünftige Lösung“ geben. „Ich freue mich auf die nächsten sechs Jahre, für meine Heimatstadt aktiv zu sein.“

Ansonsten bewiesen die Parlamentarier am Mittwochabend vor allem Sitzfleisch. Nach etwas mehr als einer Stunde Feierlichkeiten zur Amtseinführung galt es noch die Stellvertreter für Christine Wagner, die Mitglieder des Magistrats und sämtliche Posten in diversen Ausschüssen und Kommissionen zu wählen. Thorsten Klees (CDU) und Sarantis Biscas (SPD) sind die Stellvertreter für Christine Wagner. In geheimer Wahl wurden fünf Plätze des Magistrats von der Koalition besetzt: Theo Wershoven (CDU), Erika Kimpel (CDU), Wolfgang Bergenthal (CDU), Dirk Wölfing (Grüne) und Andreas Frache (FDP), zwei Sitze bekommt die SPD für Yvonne Lammersdorf und Horst Schäfer und ein Platz geht an die AfD mit Klaus Peter Flesch. (col)

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