Arbeiter tauschen Glas gegen Aluminium aus

Undichtes Dach am Bürgeramt bald Vergangenheit

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Arbeiter der Spezialfirma haben schon Teile der Glaskonstruktion entfernt. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.  

Neu-Isenburg - Es war schon lange undicht und wurde bereits öfter repariert – doch vergeblich. Nun wird das Glasdach über dem Bürgeramt gegen eins aus Aluminium ausgetauscht. Trotz der Arbeiten läuft der Betrieb in dem Amt weiter.

Auf dem 260 Quadratmeter großem Dach kommen die Arbeiter zurzeit ganz schön ins Schwitzen. Wenn die Sommersonne vom Himmel brennt, dann wird diese von der Glasfläche reflektiert und heizt die Luft noch mehr auf. Doch das Glas wird schon bald ganz verschwunden sein und durch ein Aluminiumdach mit entsprechender „Lichtperforation“ ersetzt. „Das war kein Zustand mehr. Es gab immer mehr undichte Stellen und wir waren in Sorge, dass es größere Schäden geben könnte“, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel die Notwendigkeit der nicht gerade billigen Maßnahme. Rund 500.000 Euro betragen die geschätzten Kosten. Hunkel ist aber zuversichtlich, dass diese deutlich unterschritten werden können.

„Das derzeitige verglaste Tonnendach konnte trotz mehrerer Reparaturen in den vergangenen Jahren nicht vollständig abgedichtet werden“, führt er weiter aus. Deshalb hat sich der Magistrat mit dem Gewobau als Eigentümerin des Gebäudes zu einem neuen Dach entschlossen. „Diese Alternative ist günstiger in der Errichtung, im Betrieb und hat auch eine längere Nutzungsdauer“, so lautet die offizielle Mitteilung der Stadt.

Derzeit sind Arbeiter einer Fachfirma dabei, das Glaskuppeldach abzutragen und durch das neue Material zu ersetzen. „Das ist eine der schwierigsten Baustelle, die ich je hatte, alles ist total eng und man kann sich kaum bewegen“, gibt einer der Mitarbeiter zu. Der Zugang zum Bürgeramt soll gewahrt bleiben, den letzten freien Platz beansprucht der Kran. Wegen der beengten Gegebenheiten würden die Metallplatten im Betrieb zurechtgeschnitten und dann nach Neu-Isenburg zur Baustelle transportiert. Eine weitere Herausforderung bei der Erneuerung sei es, dass keine keine Lücke über Nacht offen bleiben darf. „Wir müssen unsere Arbeiten immer so abstimmen, dass wir ein Glassegment entfernen und die neue Verkleidung einpassen“, erklärt der Fachmann. In diesem Sommer mit seinen Wetterkapriolen sei das ein echtes Glücksspiel. Wenn das Niederschlagsrisiko zu groß sei, werde die Baustelle ruhen gelassen und woanders gearbeitet.

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Die Metallabdeckung enthält entsprechende Öffnungen für eine großzügige Entlüftung, der Lichteinfall durch das perforierte Aluminiumblech soll dennoch eine große Helligkeit gewährleisten. Ob eine Überarbeitung der bisherigen „Lichtarchitektur“ im Galeriebereich des Bürgeramtes nötig sein wird, das soll sich nach der Fertigstellung zeigen.

Der Bürgermeister hofft, dass die Baumaßnahme, für die zwei Monate veranschlagt wurde, zumindest bis zum Ende der Ferien abgeschlossen sein wird. Hunkel: „Die Galerie ist zwar nicht betroffen und die Leute können auch in das Bürgeramt, aber wenn der Kran weg und der Zugang wieder frei ist, sieht alles gleich besser und freundlicher aus.“ (lfp)

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