Stadt verkauft für Neubau des Ladenzentrums Stellplätze

Unterstützung für wichtiges Projekt

Gravenbruch - Die Pläne für den Neubau des Ladenzentrums in Gravenbruch mit Ansiedlung eines Rewe-Marktes kommen voran. Bürgermeister Herbert Hunkel geht davon aus, dass es schon nächstes Jahr losgeht. Die Stadt will das Bauvorhaben unterstützen. Von Holger Klemm

Mit der Ansiedlung des neuen Supermarktes und der Beseitigung des maroden Ladenzentrums wäre eine Aufwertung des Stadtteils verbunden. Deshalb möchte die Stadt die Neubebauung voranbringen und beabsichtigt, die erforderlichen Stellplätze für das Projekt bereit zu stellen. Geplant ist demnach, eine Teilfläche mit etwa 23 Stellplätzen, die sich zwischen der Zufahrt zu dem geplanten Rewe-Markt und der Straße Am Forsthaus Gravenbruch befindet, an den Eigentümer des Ladenzentrums II, Metin Altuntas, zu verkaufen. Planungsrechtlich soll sichergestellt werden, dass außerhalb der Öffnungszeiten des Ladenzentrums auch die Öffentlichkeit die Parkplätze nutzen kann.

In einer gemeinsamen Sitzung des Ortsbeirates und des Ausschusses Bau, Planung, Umwelt und Verkehr Anfang September in Gravenbruch stellte Altuntas, der bei einer Zwangsversteigerung den Zuschlag für das Objekt bekommen hat, mit seinem Team die geplante Neubebauung vor. Vorgesehen ist, den alten Tengelmann-Markt, der seit Jahren leer steht und baufällig ist, und die nördliche, vorgelagerte kleine Ladenpassage abzureißen und einen neuen, den heutigen Anforderungen entsprechenden Supermarkt zu bauen. Die Tiefgarage bleibt dagegen bestehen, lediglich oberirdisch wird alles neu geordnet. Im linken Bereich neben dem neuen Rewe-Markt sind anstelle des abgerissenen kleinen vorgelagerten Passagenteils offene Stellplätze geplant.

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Rewe will auf einer Fläche von 1 400 Quadratmetern ein Vollsortiment mit 13.000 bis 15.000 Artikeln anbieten. Eine besondere Rolle in dem Konzept spielen Landmarktprodukte von Anbietern aus der Region. Auch eine Bedientheke mit Frischsortiment und eine Bäckerei sind Bestandteil des Konzepts. Die in Gravenbruch vorhandene Kaufkraft habe das Unternehmen zu der Ansiedlung bewogen. Über dem Supermarkt sind 16 Wohneinheiten vorgesehen – sechs Wohnungen mit jeweils 80 Quadratmetern und zehn Appartements mit je 40 Quadratmetern.

Für Gravenbruch stellt das Projekt eine deutliche Verbesserung der Nahversorgungssituation dar. Für das Bauantragsverfahren sind noch einige Schritte zu bearbeiten. Nach Angaben von Hunkel laufen die Planungen aber gut. Deshalb zeigt er sich optimistisch, dass bereits im Frühjahr des kommenden Jahres mit den Abbrucharbeiten am alten Tengelmann-Gebäude und dem Neubau begonnen werden kann.

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