Bei Kinderfest sollen nur bestimmte Geschäfte öffnen dürfen

Verkaufsoffener Sonntag: Stadt reagiert auf Verdi-Klage

Neu-Isenburg - Die Stadt reagiert auf das juristische Vorgehen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen den für 5. Juni geplanten verkaufsoffenen Sonntag und ändert die Voraussetzungen zur Teilnahme. Von Holger Klemm 

Zum Kinderfest, das den Anlass bietet, sollen nur bestimmte Geschäfte öffnen dürfen. Verdi reicht der Internationale Kindertag, der am 1. Juni gefeiert wird, nicht als Begründung für den verkaufsoffenen Sonntag aus. Die Stadt geht dagegen nach wie vor von der grundsätzlichen Rechtmäßigkeit aus und verweist auf die zahlreichen Angebote für Kinder an diesem Tag. Um den Interessen der betroffenen Verkäufer gerecht zu werden, hat die Verwaltung in Absprache mit der IG City und dem Isenburg-Zentrum aber die Festsetzung der Veranstaltung geändert. Der verkaufsoffene Sonntag wird demnach auf die Frankfurter, die Bahnhofstraße und das Isenburg-Zentrum begrenzt. Zudem dürfen nur Geschäfte mit einem kinder- und familienbezogenen Sortiment mitmachen.

Außerdem verweisen die Organisatoren auf die zahlreichen Aktionen in der Innenstadt für die mehr als 6000 Kinder und Jugendlichen in Neu-Isenburg – immerhin 15 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zum großen Fest wurden auch alle Kindergärten und Grundschulen aus der Region angeschrieben und eingeladen. Zu den Veranstaltungsorten zählt der Rosenauplatz am Isenburg-Zentrum mit zwei Hüpfburgen und verschiedenen Aktivitäten. „Dort kommen auch viele Familien hin, ohne den verkaufsoffenen Sonntag zu besuchen“, betonen Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

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Verkaufsoffener Sonntag in der Fußgängerzone 

Auch in der Bahnhofstraße wartet eine Kinderparty, wo Clown Dodo & Lady Lilli für die Unterhaltung der Kleinen sorgen. Neben einer Schminkparade und einem Mal-Wettbewerb verwandeln sich Luftballons in lustige Figuren und Tiere. Außerdem werden Mandalas ausgemalt und bunte Bändchen in die Haare eingeflochten. Mit dabei ist der Diabolo-Jongleur Matze Rapido, der zuletzt beim Herbst-Varieté des Neuen Theaters Höchst begeisterte, seine Wurzeln aber beim Kinderzirkus Wannabe hat. Er wird mit den Kindern Diabolo-Jonglage üben. Ein Geschäft organisiert eine Kindermodenschau, ein anderes eine Riesenposter-Ausmalaktion.

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Das Isenburg-Zentrum bietet ebenfalls von 13 bis 19 Uhr ein umfangreiches Programm für den Nachwuchs. Dort gibt es neun Stationen mit verschiedenen Parcours. Das Angebot reicht von Bullriding über eine Seifenblasenwerkstatt und eine große Carrerabahn bis hin zu Basteln und Kinderschminken. Das Verwaltungsgericht in Darmstadt wird nun über die Zulässigkeit des verkaufsoffenen Sonntags in Neu-Isenburg entscheiden. Die Stadt musste gestern Vormittag bis 10 Uhr eine Stellungnahme abgeben und wartet nun auf die Entscheidung. Unklar ist, wann mit dieser zu rechnen ist.

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