Viele Quellen der Inspiration ausgeschöpft

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Die Malschülerinnen präsentieren im Garten von Heike Finke ihre Werke.

Neu-Isenburg - Wenn die Beschreibung „Garten der Inspiration“ auf einen bestimmten Ort zutrifft, dann wäre dieser, zumindest an diesem Nachmittag, der Garten der Künstlerin Heike Fink. Dort haben nämlich die Malschülerinnen der freischaffenden Illustratorin ihre Werke präsentiert. Von Leo F. Postl

In Verbindung mit der „Gartenkunst“ von Heike Fink ein wahrlich besonderer Ort der Kunst und Inspiration. „Im letzten Jahr haben wir die geplante Ausstellung wegen schlechten Wetters absagen müssen, heute scheint es zu klappen“, meint Heike Fink. Zahlreiche interessierte Besucher sind gekommen, um sich die Bilder anzusehen. „Mir geben die Stunden bei Heike Fink immer eine Verschnaufpause von der Familie, und das Malen macht im Kreis der Damen sehr viel Spaß“, sagt Katja Schenk. Auch Juliane Hinz, mit einem selbst gemalten „Picasso“ in der Ausstellung vertreten, ist begeistert von der Atmosphäre in der Malgruppe. „Wir kritisieren und inspirieren uns immer gegenseitig, das motiviert zusätzlich.“

Zwischendurch wird auch mal ein Kaffee getrunken, ein Plausch gehalten und dann wieder in der Motivkiste gewühlt. „Es gibt überhaupt keinen Zwang, jeder malt, was er will, und Heike Fink hilft uns auf dem Weg zum perfekten Ergebnis – auch wenn es nicht immer auf Anhieb gelingt“, erklärt Katja Schenk.

Allee von Blumen und Bildern

Im Fink‘schen Garten in der Zeppelinstraße schritt der Besucher quasi durch eine Allee. Nicht nur von einer echten Blumenpracht, sondern auch von Blüten in Öl, Aquarell oder Acryl wurden die Gäste empfangen. Hinter einem großen Rhododendron erkannte man den überwucherten Tempel von Ta Prohm in Kambodscha, nebenan lachten den Besucher gut gelaunte Buddhas mit entsprechender Körperfülle an.

Mehr Informationen finden Sie im Internet

„Ja, wir sind wirklich durch viele Alleen in Mecklenburg-Vorpommern gefahren, aber in Kambodscha waren wir nicht, solche Motive stammen aus der Kiste von Heike Fink“, erklärt Sabine Röhrdanz die Quellen der verschiedenen Motive. Das Spektrum der Malschüler umfasste nahezu alle Facetten des künstlerischen Ausdrucks. Aber auch die Lehrerin selbst beherrscht noch nicht alle Genres der Malkunst perfekt. „Derzeit besuche ich einen Porträt-Kurs, ich denke, das ist einer der schwierigsten Bereiche“, gibt Heike Fink zu.

Für die Zukunft haben sie und die Malschülerinnen sich noch viel vorgenommen. „Derzeit versuche ich, die historische Großmarkthalle von Frankfurt künstlerisch umzusetzen“, weist Katja Schenk auf ihr neues Projekt hin. Zwischendurch würde nicht nur sie sich gerne mal von einem knackigen männlichen Modell mit Waschbrettbauch „ablenken“ lassen. „Aber nur unter künstlerischen Aspekten, bei einem Aktkurs“, scherzt die zweifache junge Mutter.

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