SB-Bereich bleibt

Volksbank: Aufgabe der Filiale Bahnhofstraße

+
Was an der Bahnhofstraße bleibt, sind die Automaten: Für die dort tätigen Berater naht der Abschied, sie arbeiten künftig im Isenburg-Zentrum oder in der Hauptstelle an der Frankfurter Straße. Auf die Veränderungen weist bereits ein weiß-rotes Einfahrtsverbot-Schild hin.

Neu-Isenburg - Vom 1. September an wird es in der Volksbank-Filiale an der Bahnhof-straße keine persönliche Beratung mehr geben; der Automaten-Bereich bleibt aber nach wie vor zugänglich. Die bisher dort beschäftigten Mitarbeiter beraten ihre Kunden künftig an der Frankfurter Straße oder im IZ. In Gravenbruch und in Zeppelinheim ändert sich nichts.

„Egal, wo die Isenburger künftig hingehen werden, ob in die Frankfurter Straße oder ins Isenburg-Zentrum, sie werden immer ein bekanntes Gesicht sehen“, sagt der für die Hugenottenstadt zuständige Regionaldirektor Dirk Gieler. Wie und warum es zu dem Entschluss der Volksbank Dreieich gekommen ist, die Filiale in der Bahnhofstraße zu schließen, erläutert Stephan M. Schader, Vorstandsvorsitzender des Geldinstituts. Es gehe vor allem darum, Kapazitäten für erweiterte und flexiblere Beratungszeiten zu schaffen und dafür die Kräfte zu bündeln. Eine intensive Beschäftigung mit den Bedürfnissen der Kunden habe deutlich gemacht, „dass immer mehr und immer flexiblere Beratungszeiten nachgefragt werden“, berichtet Schader. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sei das so, für spezielle Fragen wie etwa zu Altersvorsorge oder Baufinanzierung, sei der Bedarf der Kunden nach persönlicher Beratung hoch. „Die Gespräche werden länger und intensiver“, sagt Schader. Für den alltäglichen Zahlungsverkehr und die üblichen Services wie das Abholen oder Einzahlen von Bargeld hingegen „braucht der Kunde uns faktisch nicht mehr“. Derlei werde fast nur noch über Automaten abgewickelt; auch ältere Kunden betätigten sich mehr und mehr als Online-Banker.

Ein Wandel der Kundeninteressen, auf den sich in kleineren Filialen schlecht reagieren lasse – zumal vor allem berufstätige Kunden erweiterte Öffnungszeiten schätzten, also etwa durchgehend über die Mittagszeit und in den Abendstunden. Sowas sei aber in einer kleinen Filiale nicht zu stemmen. Daher, so erläutert Schader, habe es sich die „Konzentration auf die Kopfstellen“ als sinnvoll herausgestellt, um so die Beratungsofferten zu bündeln und die Filialen Bahnhof- und Frankfurter Straße zusammenzulegen. Kein Kunde der Bahnhofstraßen-Dependance müsse aber deswegen den Verlust seines vertrauten Beraters fürchten; der sei eben nur künftig an anderer Stelle in Neu-Isenburg tätig. Flyer machen die Kunden auf die Veränderungen aufmerksam. „Ich freue mich auf Sie in der Frankfurter Straße“, wird beispielsweise Privatkundenberaterin Madlen Steiner zitiert.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

In der Bahnhofstraße finden die Kunden laut Dirk Gieler auch künftig Geldautomaten, Kontoauszugdrucker und Überweisungsterminal vor; „neue, leistungsfähigere Geräte werden eingebaut“. Einige bauliche Veränderungen seien überdies für die Hauptstelle an der Frankfurter Straße 61-65 geplant. „Ende September beginnt dort der Umbau, wir schaffen ein größeres Beratungszentrum und noch mehr Räume für diskrete Beratung“, schildert Schader. Im Stadtteil Gravenbruch ist die Volksbank nach wie vor mit einer kleinen „bemannten“ Filiale vertreten. Daran ändere sich auch nichts, sagt Dirk Gieler. Und er hat ganz aktuell auch noch eine gute Nachricht für die Zeppelinheimer parat: Die dortige SB-Filiale, in der nach vorheriger Terminabsprache auch Beratungsgespräche möglich sind, bleibt ebenfalls auf längere Sicht erhalten, „wir haben jetzt den Mietvertrag verlängert“. hov

Kommentare