Sozialtag statt Büroarbeit

Wenn Erwachsene buddeln

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Sie packen dort mit an, wo Hilfe benötigt wird: Durchaus auch Freude bei der Arbeit hatten die AirPlus-Mitarbeiter bei ihrem Einsatz auf dem Schulhof.

Neu-Isenburg - Sie haben Schreibtisch gegen Schulhof getauscht, haben die Ärmel hoch gekrempelt und sich mit körperlichem Einsatz daran beteiligt, den Pausenhof der Hans-Christian-Andersen-Schule aufzuhübschen: Mitarbeiter von AirPlus legen sich beim Social Day für Neu-Isenburgs Nachwuchs ins Zeug.

Muskelkraft und der richtige Umgang mit Schaufel, Schubkarre und Bohrmaschine sind an diesem besonderen Arbeitstag gefragt. Die Aufgabe für die rund 30 Mitarbeiter von AirPlus, einem der größten Arbeitgeber der Stadt, besteht darin, das Sozial-Projekt „Umgestaltung des Pausenhofs“ an der Hans-Christian-Andersen-Schule zu bewältigen. „Wir haben uns eine große Naturfläche mit Sträucherbepflanzung und drei Hochbeeten gewünscht, dazu noch einen neuen Anstrich von verschiedenen Räumen der Schulbetreuung“, beschreibt Ruwen Guggenberger, Konrektor der HCAS, die lange Wunschliste. Die Aktion „Social Day“ wurde im Vorfeld mit der städtischen Fachabteilung zur Förderung des Ehrenamts koordiniert. „Wir konnten bei Claudia Lack unsere Wünsche äußern und waren hoch erfreut, als wir die Nachricht von ihr erhielten, dass wir den Zuschlag bekommen haben“, erzählt Guggenberger. Ab diesem Zeitpunkt liefen auch bei AirPlus die Drähte heiß. „Um das alles zu schaffen, brauchen wir freilich mehr Personal als eine Fachfirma, für die solche Aufgaben ein ganz normaler Auftrag sind – aber wir wollten genau so gut sein“, schildert Stefanie Tolknit, die Projektkoordinatorin bei AirPlus, die Vorbereitungen. Jeder, der Handwerksgeschick besitzt und auf freiwilliger Basis mithelfen wollte, wurde eingeplant.

„Wir haben das Material für rund 700 Euro besorgt und gespendet, dazu noch rund 300 Euro für die Anschaffung von Gartengerätschaften“, so AirPlus-Chef Alexander Meyer. Als das Helfer-Team anrückt, hat Sven Hild vom Förderverein der HCAS bereits mit einem Kleinbagger die Vorarbeiten erledigt. Die Ehrenamtler werden von einem Chor aus mehr als 100 Schülern mit dem Schul-Lied begrüßt, die Schulkindbetreuung avanciert zum Bewirtungs-Team für die Gäste.

Für die gibt’s genug zu tun: Anstreicher mit häuslicher Erfahrung in der „Wandmalerei“ bringen im Disco-Raum neue Farbe auf die Wände, andere packen Schlagbohrmaschine, Schubkarre oder Handkreissäge und legen sich ins Zeug. „Wir hatten wirklich viele Wünsche und wären auch nicht enttäuscht gewesen, wenn nicht alles umgesetzt worden wäre, doch schon nach dem Mittagessen sah es so aus, dass es klappen könnte“, sagt Guggenberger.

Unter der fachmännischen Anleitung von Sven Hild werden die Außenarbeiten, wie Verteilen der Erde auf der Gartenfläche und Befüllen der Betonringe mit Pflanzerde für die Hochbeete, erledigt. Dann gilt es noch, einen Zaun aufzustellen.

Nicht nur der Konrektor ist am Ende happy. Auch den AirPlus-Mitarbeitern hat die Abwechslung vom Arbeitsalltag Freude bereitet.

lfp

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