Die Vielfalt ist wieder Programm

Woche der Toleranz dauert einen Monat

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So bunt ist die Woche der Toleranz.

Neu-Isenburg - Es geht um Religion und Rituale, um Toleranz und Vielfalt – kurz gesagt um die Frage, wie die Bürger in der Stadt zusammenleben: Die „Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit“, die auch 2016 einen ganzen Monat dauert, feiert Neu-Isenburgs Vielfalt mit Theater, Kino, Ausstellungen, Lesungen, Musik und mehr.

Es verspricht ein sehr abwechslungsreiches Programm zu werden, das das städtische Integrationsbüro gemeinsam mit vielen Mitwirkenden auf die Beine gestellt hat für die 15. Auflage der Veranstaltungsreihe. Nur deren Name könnte noch prägnanter sein – nicht nur, weil sich die rund zwei Dutzend Veranstaltungen wieder über mehr als vier Wochen erstrecken. Vielleicht taucht im Logo irgendwann auch das Wort „Vielfalt“ auf – denn genau darum geht es bei den vielen Offerten, die es ab 2. September und bis in den Oktober hinein gibt. „Neu-Isenburg ist eine weltoffene und internationale Stadt, dies spiegelt sich auch im Veranstaltungsprogramm wieder“, betonen Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Sarantis Biscas, der Vorsitzende des Ausländerbeirats, gestern bei der Vorstellung des Programms. Ob musikalisch oder kulinarisch, mit Ausstellungen und Theaterstücken oder Lesungen wird sich dem Thema Toleranz genähert – so gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Begegnung, der Reflexion und des zusammen Feierns. „Wichtig ist für uns, dass wir ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben mit den Leuten“, betont Biscas.

Und Schmitt ergänzt, dass in diesen Zeiten, wo in den Nachrichten tagtäglich Beunruhigendes zu hören sei, das Werben für Toleranz und Mitmenschlichkeit wichtiger denn je sei: „Ich finde, es ist genau die richtige Veranstaltung in diesen Zeiten, wir wollen hier vor Ort vorleben, dass es auch anders geht.“ Auf Einladung der Integrationsbeauftragten Paola Fabbri-Lipsch beteiligen sich wieder diverse Vereine und Initiativen an der Gestaltung des Programms; von Kitas und Kirchengemeinden über die Flüchtlingshilfe bis zu den Migrantenvereinen.

Am 4. September fungiert der „Tag der Nationen“ als Auftaktveranstaltung. Dazu lädt der Ausländerbeirat ab 11 Uhr in die Fußgängerzone Bahnhofstraße ein. Das multikulturelle Fest bietet ein buntes Programm mit Folklore-Tänzen und Musik sowie internationalen Speisen. Neun Vereine sind diesmal mit von der Partie, darunter erstmals die buddhistische Gemeinde. Die Veranstaltungsreihe beginnt am Freitag, 2. September, 16 Uhr, mit einer Kinder-Lese-Reise, die den Nachwuchs in den Iran führt. Reza Ahmadi stellt in der Westend-Bibliothek sein Heimatland vor. Am selben Tag gibt es ab 15 Uhr eine chinesische Teezeremonie im Kaffeestübchen der evangelischen Gemeinde in Gravenbruch. Ausstellungen richten die Aufmerksamkeit unter anderem auf das Thema Flucht und Asyl („Asyl ist Menschenrecht“ von 19. bis 30. September im Rathaus).

Tag der Nationen

Interessant dürfte auch ein Besuch der griechisch-orthodoxen Kirche „Prophet Elias zu Frankfurt am Main“ werden (Montag, 19. September, 14 Uhr ab Buchenbuschkirche). Die Teilnehmer erwartet eine kundige Führung durch Dr. Athenagoras Ziliaskopoulos sowie der Besuch eines griechischen Cafés. Am Tag der offenen Moschee (3. Oktober) können die marokkanische Moschee in der Hans-Böckler-Straße 22 von 10 bis 16 Uhr sowie die Ditib-Moschee, Ludwigstraße 43, ab 15 Uhr besichtigt werden. Ein internationales Kuchenfest und eine orientalische Modeschau locken am Samstag, 24. September, ab 15 Uhr ins Stadtteilzentrum West. Die Broschüre mit allen Veranstaltungen ist ab sofort unter www.neu-isenburg.de zu finden und liegt in öffentlichen Einrichtungen aus. - hov

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