NABU und Bauhof helfen Schwalben

Bretter gereinigt

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Günther Lang beim Reinigen der Bretter.

Obertshausen - Einen nicht ganz alltäglichen Einsatz hatte Günther Lang von Bauhof der Stadt Obertshausen in diesen Tagen. Mit dem Steigwagen ging es in die Geleitsstraße, wo ihn Peter Erlemann, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU), erwartete.

Der Grund für dieses Treffen waren die Hinterlassenschaften junger Schwalben, die sich auf Kotbrettern unter den Nestern an einem Wohnhaus angesammelt hatten.

Schnell waren die beiden „Saubermänner“ mit dem Arbeitskorb zu den Nestern unter dem Dachvorsprung gelangt und die Kothaufen entfernt. Der NABU Obertshausen sei dankbar, dass die Stadt und Mitarbeiter des Bauhofs die Bemühungen zum Schutz der Mehlschwalben bereits seit vielen Jahren unterstützen, betont Erlemann. „Ganz entscheidend sind die Sicherung der Brutplätze sowie das Anbringen von Kunstnestern und Kotbrettern. Dennoch ist der Brutbestand in Obertshausen seit Ende der 1980er Jahre von 75 auf nur noch 19 Paare zurückgegangen.“ Insgesamt sei der Bestand der Mehlschwalbe in Deutschland in 25 Jahren um 20 bis 50 Prozent gesunken.

Alle Schwalben werden durch die Vogelschutzrichtlinie der EU besonders geschützt. Das Zerstören von Schwalbennestern und Eiern ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50.000 € Ordnungsgeld geahndet werden kann. (clb)

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