Ausschuss für Bauen und Planen

Klos für die Parks und Sicherheit für Radler

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Am Eingang zum Freizeitpark stand früher ein Kiosk mit Toiletten. Sollen die wieder kommen?

Obertshausen - Bekommt der neue Beethovenpark doch noch ein Klo und der Waldpark auch? Lässt sich die Mittelinsel auf der Gathof-Kreuzung vergrößern und sollten Radler auf der Friedrich-Ebert-Straße Vorrang erhalten? Von Michael Prochnow

Über diese Vorschläge beriet der Ausschuss für Bauen und Planen. Ein Thema wurde vor der Umgestaltung jahrelang heiß diskutiert, und nach der gerade gelungenen Eröffnung steht es erneut auf der Agenda der Kommunalpolitik: Soll der Beethovenpark doch noch öffentliche Toiletten erhalten? Diesmal befasste sich der Ausschuss Bauen und Planen mit der Ausstattung der Anlage. Falls der Vorstoß diesmal eine Mehrheit im Stadtparlament finden sollte, wird die Umsetzung nicht an den Rohren scheitern. Die Zuleitungen seien erhalten worden, bestätigte Fachbereichsleiterin Cornelia Holler.

„Sie sind nicht gekappt worden und können reaktiviert werden“, erläuterte die Expertin. Einige Abgeordnete erneuerten ihre Bedenken, die Örtchen könnten Ziel von Vandalismus werden. Die Anlage müsse darum regelmäßig überprüft und gereinigt werden, das erfordere Personal. Alternativen hatte keins der Ausschuss-Mitglieder parat. Aber zusätzlich Anregungen: „Was ist mit dem Waldpark Ste. Geneviève des Bois in Hausen?“, fragte ein Gewählter, denn dort existiere das gleiche Problem, nachdem vor mehreren Jahren der Pachtvertrag für die Gaststätte gekündigt wurde, obwohl der Pächter angeboten hatte, sein WC auch für Park-Besucher zu öffnen.

Manuel Friedrich plädierte dafür, den Waldpark in den Toiletten-Antrag mit aufzunehmen und die Gesamtkosten ermitteln zu lassen. Lukas Kreher (CDU) kommentierte den Vorschlag, eine Boule-Bahn im Freizeitpark einzufrieden. Es gebe eine „Rücksichtspflicht“, Schilder genügten, damit die Fläche auch für andere Aktivitäten nutzbar ist. Es gab keine Beschlussempfehlungen.

Alles zur Kommunalpolitik in Obersthausen

CDU und SPD beantragen eine Erneuerung des Straßenbelags auf der Gathof-Kreuzung: Die ist von tiefen Spurrillen durchzogen. Die Vertreter brachten eine Vergrößerung der Mittelinseln auf der Bundesstraße ins Gespräch und wollen Kontakt mit Hessen Mobil aufnehmen. Matthias Krug (FDP) schlug vor, die Mittelinsel zu verlängern, weil die gefährliche Querung während der Stoßzeiten vor allem von sehr vielen Schülern genutzt wird.

Krug regte außerdem eine „alternative Radwegführung“ in Hausen entlang der Landesstraße 3064 an: „Auf Fahrradstraßen haben Radler Vorrang, dürfen auch nebeneinander fahren.“ Das Tempo wäre dann auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Kreher (CDU) erinnerte an den Runden Tisch Radverkehr. Der sollte befragt und der Antrag darum auf die Oktober-Sitzung verschoben werden, schlug Manuel Friedrich von der SPD vor. „Bürger“ Horst Becker mahnte eine Lösung auch für Obertshausen an. Aber dort gebe es Alternativrouten, erinnerten seine Kollegen.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Christel Wenzel-Saggel von den Grünen empfahl, die Stadt möge der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen der Landesregierung beitreten. Sie will für Fußgänger und Radfahrer bessere Bedingungen schaffen, Städte lebenswerter gestalten und Autofahrten unter fünf Kilometer vermeiden helfen. Ein Beitritt sei bis zum 31. Oktober möglich und kostenlos, angeboten werden Hilfestellung für Projekte und viel Know-How.

Parken in der Hochbeune sei bei großen Veranstaltungen problematisch: Der Magistrat mache sich Gedanken, wie die Situation verbessert werden könne, informierte Erster Stadtrat Michael Möser. Eine Begehung mit Vertretern von Polizei und Stadt habe unterschiedliche Lösungsvorschläge hervorgebracht. Jetzt müssten Gespräche mit Grundstückbesitzern und der Unteren Naturschutzbehörde geführt werden. „Veränderungen wird’s aber nicht zum Nulltarif geben“, hieß es. Der Liberale Krug schlug vor, die Betreiber der Gaststätten einzubeziehen.

Bilder: Kerb in Hausen

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