Ohne Ende Lesestoff

Erster Bücherschrank im Rathaus

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Erster Stadtrat Michael Möser (von links), Bürgermeister Roger Winter, Jürgen Hofmann, Leiter des Sport- und Kulturamts, Kämmerereileiterin Susanne Christ sowie die Leiterin der Stadtbücherei Obertshausen Christina Hellemann freuen sich über den Schrank.

Obertshausen - Lesen verbindet, nicht nur im geistigen Sinne, sondern auch ganz materiell. Denn ab sofort können Literaturfreunde Romane, Krimis und Kinderbücher über einen öffentlichen Bücherschrank miteinander tauschen. In anderen Kommunen hat sich das Konzept bereits bewährt. Von Rebecca Röhrich

Freunde und Bekannte tun es schon lange – sie versorgen sich gegenseitig mit spannendem Lesestoff. Meist handelt es sich bei den Tauschobjekten um Lieblingsliteratur des Erstlesers. Das ist auch der Hintergedanke des ersten Bücherschranks in Obertshausen. Vergangene Woche wurde er im Rathaus an der Schubertstraße aufgestellt. Dort können ab sofort große und kleine Leseratten ihre gelesenen Romane, Märchen, Sach- und Bilderbücher wieder unter die Leute bringen. Gleichzeitig können sie sich neuen Lesestoff besorgen und das völlig kostenlos. Die Bücher können nach der Lektüre wieder zurückgebracht werden; wer sein Herz vollends an die Geschichte verloren hat, kann das Buch auch behalten. Der Anfangsbestand wird von der Stadtbücherei gestellt und besteht aus Romanen sowie Kinder- und Jugendbüchern. In den Nachbarkommunen hat sich das Konzept eines öffentlichen Bücherschranks bereits bewährt.

In Langen beispielsweise wird so fleißig getauscht, dass der Schrank schon erste Verschleißspuren aufweist. Die Initiatoren des Bücherschrankes, Kämmerereileiterin Susanne Christ und Bürgermeister Roger Winter, lesen beide gerne und sind damit nicht allein. In der Finanzabteilung der Stadt habe sich bereits ein reger interner Austausch zwischen den Kollegen entwickelt, erzählt Jürgen Hofmann vom Sport- und Kulturamt der Stadt. So entwickelte sich die Idee.

Aber das blau gerahmte Schränkchen hat ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Bücherschränken in der Region: Es hat ein Dach über dem Kopf und ist nur zu den Öffnungszeiten des Rathauses besuchbar. „Das war leichter umsetzbar“, erklärt Hofmann. Bei Schränken, die im öffentlichen Raum aufgestellt sind, müssten mehr Auflagen erfüllt werden. Aber auch ein Bücherschrank auf dem Bahnhofsvorplatz sei in Planung. Die Idee dafür sei von der Jungen Union gekommen, die sich auch um die Umsetzung kümmern wolle. Ein entsprechender Vertrag zwischen Stadtverwaltung und der Junge Union sei bereits unterzeichnet.

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Der Bücherschrank im Rathaus Schubertstraße ist zu den Öffnungszeiten, montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr und mittwochs zusätzlich von 15 bis 18.30 Uhr, besuchbar.

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