Obertshausenerin zahlte unwissend mit Falschgeld

Ärger mit „falschem Fuffziger“

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Elke Aparicio-Lopez hatte nach dem Flohmarkt einen falschen 50-Euro-Schein im Portemonnaie.

Obertshausen - Eine böse Überraschung erlebte die Obertshausenerin Elke Aparicio-Lopez bei ihrem Einkauf am Montag. Sie hatte einen falschen 50-Euro-Schein in ihrer Geldbörse. Es folgte eine unangenehme Begegnung mit der Polizei. Jetzt wartet sie auf Post von der Kripo. Von Rebecca Röhrich 

Es war ein echter Schock für Elke Aparicio-Lopez, als sie am Montag mit ihrem Wocheneinkauf an der Kasse des Supermarktes stand und klar wurde: Der 50-Euro-Schein, den sie gerade der Kassiererin gereicht hatte, ist eine Fälschung. Das Prüfgerät, durch das größere Geldscheine routiniert gezogen werden, hatte bereits ein viertes Mal unheilvoll gepiept. Hinter der 54-Jährigen wurde die Schlange länger, vor ihr schaute sie bedauernd die Dame an der Kasse an. „Es tut mir Leid, aber ich muss das an der Infotheke melden“, sagte sie. Doch damit nicht genug. Der Supermarkt ist auch verpflichtet, in so einem Fall die Polizei zu rufen.

Tipps zur Erkennung von Falschgeld

Zu viel für Aparicio-Lopez, sie musste sich setzen, sich beruhigen. „Ich hatte wirklich Angst, dass mir jetzt was passiert“, erzählt sie. Sie habe noch nie etwas mit der Polizei zu tun gehabt. Die Vorstellung, dass man sie der Geldfälschung verdächtigt: ein Albtraum für die Hausfrau. So lange unwissentlich mit Falschgeld bezahlt wird, macht man sich nicht strafbar, erklärt das hessische Landeskriminalamt (LKA). Allerdings müsse sich der Betroffene natürlich unangenehme Fragen gefallen lassen. Auch eine Durchsuchung ist möglich. Und es folgt mindestens ein Schreiben von der Kripo. Und: Falsches Geld wird nicht ersetzt. Wer es annimmt, hat den Schaden.

Deshalb empfiehlt das LKA, das Geld bei Erhalt sofort zu prüfen. Dies geht laut den Kriminalexperten auch ohne komplizierte Hilfsmittel. Der einfachste Weg, einen gefälschten Geldschein auszumachen, sei über das Fühlen. Denn das Papier der echten Banknoten bestehe aus Baumwolle und unterscheide sich somit meist vom Material gefälschter Scheine (Weitere Informationen finden sich in der Infobox). Hat man den Verdacht, gefälschte Banknoten zu haben, empfiehlt das LKA, damit zur Polizei zu gehen.

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Aparicio-Lopez hat der Vorfall im Supermarkt sehr verunsichert. Sie sieht das Geld in ihrem Portemonnaie jetzt mit anderen Augen. Die Tage danach brachte sie jeden neuen Schein, der bei ihr landete zum Prüfen in den Supermarkt. Die blonde Frau ist sich ziemlich sicher, dass ihr der falsche „Fuffziger“ auf dem Flohmarkt am vergangenen Sonntag auf dem HIT-Markt-Gelände untergejubelt wurde.

Ein klassischer Ort, um Falschgeld unter die Leute zu bringen. Denn laut Polizei wählen die Kriminellen häufig Orte, wo kleinpreisige Waren angeboten werden. Logisch, schließlich bekommen sie dann möglichst viel echtes Geld zurück. Der Fall Aparicio-Lopez ist also nicht ungewöhnlich. Hessenweit sind vor allem gefälschte 50- und 20-Euro-Scheine unterwegs. Ein kleiner Trost: Anfang April bringt die Notenbank eine überarbeitete Version der 50-Euro-Scheine in Umlauf. Die sollen deutlich schwerer zu fälschen sein. Kein Trost für Aparicio-Lopez. Sie ist jetzt um 50-Euro ärmer und um eine negative Erfahrung reicher.

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