Zwei separate Gebäudekomplex sollen bezogen werden

Umsiedelung mit Herz und Verstand

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Brutto geht es bei den Plänen um 2200 Quadratmeter Grundfläche.

Obertshausen - Ein Familienzentrum, in dem auch die Sonnentauschüler Platz finden, steht ganz oben auf der Wunschliste der Kommunalpolitiker. Und die Zeit drängt, denn nur wenn Fristen eingehalten werden, gibt’s Zuschüsse von Bund und Land. Von Michael Prochnow 

Jetzt haben die externen Bauberater ihr Konzept vorm Bauausschuss vorgestellt. Falls die Vorschläge von den Frankfurter Bauberatern von Drees & Sommer und Kokonsult umgesetzt werden, bekommt das Familienzentrum ein Herz. „Schwerpunkt des Zentrums ist die Begegnung von Jung und Alt“, erklärt Dietmar Zwipp, der die Ergebnisse der beauftragten Experten bei der Ausschusssitzung vorstellte. Und begegnen sollen sich die Generationen in einem „Wohnzimmer“, dem geplanten Herzstück des Gebäudes. Es soll auf 80 Quadratmetern Platz für 40 Personen bieten. Dort kann gegessen, gespielt, gefeiert und sich ausgeruht werden. Damit auch gemeinsam gekocht werden kann, soll es auch eine Küche geben – ausgestattet wie in einem Privathaushalt aber natürlich entsprechend größer.

Die Bereiche der Sonnentauschule, wie Mensa und Nachmittagsbetreuung, sollen, gemäß den Vorgaben, vom Bereich des Familienvereins Tausendfüßler getrennt sein. Folglich sind auch zwei separate Eingänge geplant: einer für Besucher, Nutzer und Mitarbeiter des Zentrums und einer in direkter Anbindung an die Schule.

Deren Mensa soll auch als Spielraum nutzbar sein. Neben einer Schulkindbetreuung sollen die Schüler auch einen Tobe- und Motorikraum erhalten. Dazu ist Platz für Putzmittel, Lager und Garderobe vorgesehen.

Nach Zwipps Plänen soll die Nachmittagsbetreuung in einen pädagogischen und einen administrativen Bereich aufgeteilt werden. Letzterer umfasst dann ein Büro für die Leitung und einen Besprechungsraum, der auch von den Tausendfüßlern genutzt werden kann. Nötig ist laut Zwipp ein zweiter Konferenzsaal sowie Platz für Bürotechnik, die sich Schule und Verein teilen.

Neben dem großen Wohnbereich im Trakt des Familienvereins sind dort zwei Räume für separate Veranstaltungen geplant. Dazu ein Hauswirtschaftsraum und ein weiteres Lager, ein Büro für den Verein und eines für die Tagesmütterzentrale, außerdem 50 bis 100 Quadratmeter Terrasse. Die U3-Betreuung bekommt drei Räume für je zwölf Kinder, einen Aufenthaltsraum, zusätzlich einen Schlafraum und eigene Sanitäranlagen. Auch dort ist ein Lager geplant, eine kleine Pantry-Küche und eine Garderobe für alle 36 Kinder. Offen sei noch, ob weitere Vereinsräume für andere Gruppierungen eingerichtet werden.

Der Bau auf 1500 Quadratmetern wird ohne Bestuhlung auf etwa 6,4 Millionen Euro geschätzt. Um Geld von Bund und Land zu bekommen, muss der Antrag bis Ende 2016 eingereicht werden.
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Das würde sich lohnen: Durch das kommunale Investitionsprogramm (KIP) könnten einmal für den Ausbau der U3-Betreuung 1,5 Millionen Euro hinzufließen. Die Zeit drängt also. Möglich sei der Zuschuss aber nur, wenn in der Planung getrennte Gebäudeteile vorgesehen werden. Deshalb muss der Architektur-Wettbewerb schon im Oktober starten. In sechs Monaten, konkretisierte Bauamtsleiterin Cornelia Holler, müssen die Pläne auf dem Tisch liegen, dann folgt die Grundsatzentscheidung. Die Vorprüfung übernehmen dann wieder Drees & Sommer.

Für den Basketball- und Festplatz Vogelsbergstraße bliebe noch genügend Fläche übrig, versicherte die Amtsleiterin. Allerdings sei die Idee, den Rest der Fläche zu bebauen und damit die Kosten gegenzufinanzieren, noch nicht ganz vom Tisch.

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