Obertshausenerin feiert 101. Geburtstag

Ein Jahrhundert voller Leben

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Maria Möller stößt mit Bürgermeister Roger Winter an.

Obertshausen - Maria Möller kann sich über ein stolzes Lebensalter freuen: Denn sie wurde am 25. April 1915 geboren. Der Erste Weltkrieg war gerade ausgebrochen. Es sollten zwei Weltkriege werden, die Maria Möller überlebte. Gestern feierte sie ihren 101. Geburtstag und ist eine der ältesten Bürgerinnen der Stadt Obertshausen.

Diesen besonderen Tag feierte die Seniorin im Kreise ihrer Familie, mit zahlreichen Nachbarn und Freunden in ihrem schönen Haus in der Herrnstraße. Maria Möller wuchs mit einem jüngeren Bruder in Offenbach-Bieber als Maria Bischoff auf. Nach der Schulzeit fertigte sie Taschenbügel in einer Firma in Bieber an, dann produzierte sie in Hausen Taschen in Heimarbeit, später bei Lederwaren Picard. Im August 1940 heiratete sie den Schneidermeister Franz Möller aus Rothenrain in der Rhön. Seine Familie wurde wegen der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Wildflecken umgesiedelt und wohnte damals in der Feldstraße. Dort lebte das Paar nach der Heirat. Drei Töchter wurden geboren. Während des Kriegs musste ihr Mann Militärdienst leisten und Maria Möller kehrte zurück in ihr Elternhaus in Bieber. Doch dort währte die Sicherheit nicht lang. Das Haus wurde ausgebombt und sie floh nach Mespelbrunn im Spessart, wo sie in der Landwirtschaft half. Nach der Geburt der jüngsten Tochter war sie für die Firma Schmelz erneut in Heimarbeit tätig.

Als der Zweite Weltkrieg vorbei war, kam die Jubilarin mit ihrer Familie an der alten Schule am heutigen Kapellenhof unter. Im Jahr 1962 bezogen sie ein Reihenhaus an der Herrnstraße. Der Ehemann Franz Möller starb bereits 1984. Seit dem lebt die 101-Jährige alleine in ihrem Häuschen. Maria Möller hat stets Interesse am gesellschaftlichen Leben. Bis vor Kurzem besuchte sie regelmäßig das Mittwochscafé im Pfarrer-Schwahn-Haus. Auch Ausflüge in die nähre Umgebung machen ihr Freude. Die Seniorin liest gerne Zeitschriften und die Tageszeitung und verbringt an milden Tagen ihre Zeit sehr gerne auf ihrer Terrasse. Früher hatte sie in ihrem Garten sogar ein paar Hühner gehalten. An ihrem Geburtstag ging es fröhlich zu: Zum Festtag gratulierten drei Töchter ein Schwiegersohn, vier Enkel und zwei Urenkel und feierten mit Sekt das stolze Alter der rüstigen Rentnerin. Bürgermeister Roger Winter überreichte die Glückwünsche des Hessischen Ministerpräsidenten des Landrats und der Stadt.

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M.

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