St. Morus erhält Statue von Johannes Paul II.

Noch mehr Papst zum Fest

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Die Statue vom Pontifex segnete Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann.

Obertshausen - „Mit 40 wird der Schwabe gescheit“, heißt es im Volksmund. Auch St. Thomas Morus hat im Laufe der Jahre dazu gewonnen. Heute ist das Gotteshaus durch eine Blutreliquie als Pilgerkirche bekannt.

Nun schenkte ihr Pfarrer Norbert Hofmann zum Jubiläum eine Statue des heiliggesprochenen Papstes Johannes Paul II. , die der Mainzer Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann in einem Festgottesdienst segnete. In seiner Predigt erinnerte Giebelmann an die Zeit, als St. Thomas geweiht wurde. Es sei eine „aktive, lebendige Gemeinde“ gewesen, die den Bau durchgesetzt hat. Sie verkörperte Aufbruch und Mut.

Als einen solchen mutigen Mann sah Giebelmann auch Papst Johannes Paul II., der 2005 nach 26 Amtsjahren starb. Nach wie vor wird der Priester aus Polen auf der ganzen Welt verehrt. Das zeigt auch das große Interesse an der Blutreliquie, die seit zwei Jahren in St. Thomas aufbewahrt wird. Der Monstranz mit dem Stofffetzen mit dem Lebenssaft des ehemaligen Pontifex wurde jetzt eine lebensgroße Statue zur Seite gestellt.

Sie misst 1,80 Meter und wurde in einer erfahrenen Werkstatt im Südtiroler Grötnertal aus Lindenholz gefertigt. Laut Pfarrer Norbert Hofmann ist es die größte Darstellung des Heiligen in einer deutschen Kirche. Sie wurde allein aus Spendengeld finanziert, betonte der Seelsorger.

Blutreliquie vom Papst in Obertshausen

„Selbst sehr arme Menschen beteiligten sich und gaben Beträge“, berichtete er, „das Standbild des Heiligen ist vielen Christen ein Herzensanliegen“. Damit die Statue richtig zur Geltung kommt, wurde im Kirchenschiff ein wenig umgeräumt. Der Obertshausener Künstler Christoph Schindler half der Gemeinde, eine neue Raumaufteilung mit einem klassischen Links-rechts-Aufbau zu verwirklichen.

Die Figur des St. Thomas Morus erhielt einen Standort an einer Wand links des Altars, St. Johannes Paul rückte auf einen Platz auf der rechten Seite. Willi Höf von der ortsansässigen Firma Höf & Virgils hat neue Betonsohlen gegossen und montiert und die Statuen per Gabelstapler darauf gehoben. „Der Chorraum hat so einen Rahmen gefunden, ein schönes Gesamtbild“, erläuterte Bildhauer Schindler. Die Kirche sei somit „fertig“ ausgestattet. (M.)

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