Neues Servicekonzept

Soziale Angebote der Stadt sollen erweitert werden

Obertshausen - Die sozialen Angebote der Stadt sollen erweitert werden. Dafür stehen seit der jüngsten Stadtverordnetenversammlung Zeitraum und Richtung. Jetzt fehlt nur noch der neue Fachbereichsleiter, der das Konzept erstellen soll. Von Rebecca Röhrich 

Bereits bei der Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr dieses Jahres wurde beschlossen, dass im Haushalt 2016 zusätzlich 60 000 Euro für den Fachbereich Soziales zur Verfügung gestellt werden sollen. Mit dem Geld soll die Koordination der Sozialen Dienste weiter ausgebaut werden. In der jüngsten Parlamentssitzung wurden die Pläne konkreter. Mögliche Ideen und ein entsprechendes Konzept soll der neue Fachbereichsleiter für Soziales ausarbeiten, erklärt Erster Stadtrat Michael Möser. Und auch der Zeitrahmen steht. Dafür hat der Leiter in spe nach Amtsantritt maximal ein halbes Jahr Zeit. Der Magistrat soll anschließend „im Rahmen der allgemeinen Sozialberatung eine Aufgabenbeschreibung erstellen“, heißt es recht sperrig im Beschlussvorschlag von CDU und SPD.

Einige Abgeordnete zeigten sich während der Versammlung irritiert. Vermuteten sie zunächst bei der Formulierung, dass mit dem Geld über eine neue Stelle nachgedacht werde. Ein Vorschlag, der für viele Abgeordnete ob des klammen Haushalts nicht infrage gekommen wäre. Schließlich würde ein zusätzlicher Angestellter den Haushalt langfristig belasten. „Generell sind neue Stellen schwierig“, bestätigt Möser. Der Erste Stadtrat geht davon aus, dass mit dem Geld der Service im sozialen Bereich weiter ausgebaut und vor allem bekannt gemacht werden soll. Schließlich gebe es bereits die Möglichkeit, Anträge für Sozialleistungen abzugeben und gleichzeitig von den Mitarbeitern beraten zu werden. Nur seien die Angebote nicht allen Bürgern bekannt. Auch die Wegweiserfunktion erfülle die Stadtverwaltung bereits. Unter der Rubrik Soziale Dienste auf der Internetseite der Stadt sind gemeinnützige Einrichtungen vom Deutschen Roten Kreuz, den Maltesern, Caritas und Arbeiterwohlfahrt (Awo) aufgelistet, bei denen sich Bedürftige informieren können.

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Denkbar ist laut Möser auch, künftig noch stärker mit einem externen Anbieter zusammenzuarbeiten. Die Richtung, in die sich der Soziale Dienst der Stadt entwickeln soll, ist klar: Die Stadtverwaltung möchte ihre Angebote für Arme, Behinderte und Senioren aufstocken und vor allem dafür sorgen, dass die bereits bestehenden Angebote besser beworben werden. Bereits jetzt schaue man sich die Sozialen Dienste in den Nachbarkommunen genauer an. Möser nennt Langen als mögliches Vorbild für Obertshausen. Die Stadt habe eine gut ausgebaute Servicestelle. Der Besuch in weiteren Nachbarkommunen sei angedacht.

Den ehemaligen Leiter für Soziales Möser freut der Entschluss der Stadtverordneten. „Er ist ein klares Zeichen, dass dieser Bereich gestärkt werden soll“, sagt er. Am Ende soll, so der Erste Stadtrat, eine „runde Sache“ mit den 60.000 Euro für die Bürger ausgearbeitet werden. Wann sein Nachfolger feststehen wird, konnte er nicht sagen. Der Bewerbungsprozess sei noch nicht abgeschlossen.

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