Obertshausen und Heusenstamm

Schnittpunkt rückt SPD zusammen

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Auch thematisch zusammengerückt: Obertshausener und Heusenstammer Genossen.

Obertshausen/Heusenstamm - Die Autobahn ist zwar nur ein langes Asphaltband. Doch für Obertshausen und Heusenstamm war sie viele Jahre auch ein thematischer Trenner, den bestenfalls Karnevalisten hüben wie drüben in Form gegenseitiger Frotzeleien übersprangen.

Das hat sich spätestens mit Bau und Inbetriebnahme des gigantischen DHL-Paketzentrums geändert. Da ist keinem mehr zum Lachen zumute. Das gigantische gelbe Gebäude – auf Obertshausener Gemarkung, aber auf der Heusenstammer Seite der A3 – sorgt schon lange für Diskussionen. Vor allem um die Verkehrssituation vor der Einfahrt zum Gewerbegebiet Herbäcker und am schmerzhaft engen Autobahnanschluss. Eine Schnittmenge der Interessen, die für ein Treffen der Sozialdemokraten aus beiden Städten sorgte. Heusenstamms Bürgermeister Halil Öztas hatte die SPD-Fraktionen und Ulrike Alex als Landtagsabgeordnete des Wahlkreises zu einem ersten Erfahrungsaustausch nach der Kommunalwahl im März in das Schlossrathaus eingeladen. Im Zentrum des Gesprächs: der Verkehr um das Gewerbegebiet mit dem Paketzentrum, das vorgesehene Gewerbegebiet Süd und die seit Jahren geforderte Verbesserung des Knotens von A3 und Landesstraße 3117.

Beim 13 Hektar großen geplanten Gewerbegebiet Süd ist man laut den Obertshausener Sozialdemokraten mit der Aufstellung eines Bebauungsplans erst am Anfang. „Mit uns wird es keinen Anschluss an den Rembrücker Weg geben“, machte die SPD deutlich. Alternativen, wie etwa eine Anbindung an die L3117, müssten durch Verkehrsplaner geprüft werden. „Es ist für uns wichtig, verkehrstechnisch eine Lösung rund um die Gewerbegebiete zu finden, die nicht zu einem Verkehrsinfarkt führt und bei der zuständigen Verkehrsbehörde Hessen Mobil weiter Druck macht“, erklärte Öztas.

Neben der Verkehrssituation wurden auch die neuen Anflugrouten auf den Frankfurter Flughafen diskutiert. Sie werden derzeit in einem Forschungsprojekt getestet und betreffen beide Kommunen. Außerdem ging es um Ideen zu einer interkommunalen Zusammenarbeit.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Zum Abschluss sprach die Runde über das Heusenstammer Klimaschutzkonzept. Während in der Schlossstadt in den nächsten Monaten bereits eine Fortschreibung vorgesehen ist, will sich die Obertshausener SPD über die Einführung eines solchen Plans informieren und Anfang August mit ihren Mühl-heimer Genossen über eine Zusammenarbeit sprechen. Die Ortsvereinsvorsitzenden Florian Hain (Heusenstamm) und Marius Kroh (Obertshausen) betonten, dass das interkommunale Treffen der Ortsvereine und Fraktionen wiederholt werden soll. Ziel sei, die beiden Kommunen über ihren Tellerrand schauen und gemeinsame Strategien bei bestimmten Projekt entwickeln zu lassen. mcr

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