Ungebrochenes Engagement

Hunderte Helfer bei Spiel- und Sportfest für behinderte Kinder

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An zahlreichen Spielstationen, die von Schülern der Georg-Kerschensteiner-Schule betreut wurden, konnten sich Kinder und Jugendliche der Langener Erich-Kästner- und Janusz-Korczak-Schule, der Offenbacher Fröbelschule, der Rodgauer Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule und der Heusenstammer Schule am Goldberg ausprobieren.

Obertshausen - Seit zwölf Jahren stellt eine Symbiose aus staatlichen Stellen und privaten Initiativen ein Spiel- und Sportfest für Schüler mit Behinderungen auf die Beine.

Gestern unterstützten im Sportzentrum 250 Jugendliche der Georg- Kerschensteiner-Schule rund 300 Mädchen und Jungen aus fünf Förderschulen in Stadt und Kreis Offenbach. Die Flotte der dunkelroten Kleinbusse auf dem Parkplatz an der Sporthalle ist ein untrügerisches Zeichen. Oder die bananengelben T-Shirts, die ihre Träger als Helfer der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) ausweisen. Oder die gelöste Stimmung, die überall auf dem Gelände an der Badstraße herrscht. Dazu trägt auch das angenehme, sommerliche Wetter bei, das die Begegnungen zwischen den jungen Leuten erleichtert.

„Schüler mit dem Förderschwerpunkt für körperliche und motorische sowie geistige Entwicklung“ heißen die einen im Amtsdeutsch. Manche sitzen in speziell angefertigten Rollstühlen, mit Kopfstützen, Gurten und bunten Rädern. Andere bewegen sich auf den eigenen Füßen, doch die Schritte fallen ihnen sichtbar schwer. Viele können sich nicht äußern, doch die fröhliche Atmosphäre an den Spielstationen scheint ihnen große Freude zu bereiten. Bei Sven Voigt, Sportkoordinator an der Kerschensteiner, haben sich wieder weit mehr Schüler für den Einsatz im Sportzentrum gemeldet, als benötigt werden. 150 Jugendliche, die einen Teilnehmer mit Handicap durch den Spielpark führen, haben an dessen Schule hospitiert, wichtige Informationen über die individuelle Behinderung und den richtigen Umgang erhalten. Und schon mal Kontakt zu ihrem jeweiligen Schützling hergestellt. Weitere 100 packen an den Stationen mit an.

Sportfest für Schüler mit Behinderungen: Bilder

„Viele wollen nach dem Abschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren und interessieren sich für eine Stelle an einer der Schulen.“ Voigt berichtet von engen Verbindungen von Schülern der vergangenen Jahrgänge zu ihren Patenkindern. Diesmal mussten Interessierte aus Klasse 13 passen, sie stecken im mündlichen Abitur. Die Begeisterung für ein soziales Engagement aber sei ungebrochen, beobachtet er. Gastgeber des Festes sind der Kreis mit Marcel Subtil und Doris Krolikowski, bei der die Fäden zusammenlaufen, die Städte Offenbach und Obertshausen. So geben Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Roger Winter den Startschuss. Finanziell ausgestattet wird das Projekt von der privaten Initiative „Freunde für Freunde“ des Obertshauseners Eduard Schneider, Sportkoordinator der Offenbacher Schulen, sowie von einigen Sponsoren.

Archivbilder aus dem Jahr 2013

Spielfest für Schüler mit Behinderungen

Vertreten sind Erich-Kästner- und Janusz-Korczak-Schule in Langen, Fröbelschule (Offenbach), Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (Rodgau) und die Heusenstammer Schule am Goldberg. Die Teilnehmer messen sich auf einem Rolli-Parcours in Stiefel-Weit- und Ball-Weitwurf, bei Bull-Riding, kegeln und klettern, genießen das Wahrnehmungszelt und eine Tanzaufführung der Bodelschwingh-Schüler.

M.

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