Kinderturnen bei der TGS

Sie bewegte Kind und Kegel

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Die Trainergenerationen zum Abschied vereint: Nicole Bogdahn (von links), Irene Schaub, Rosel Fischer und Anke Keller.

Obertshausen - Fast ein halbes Jahrhundert war Rosel Fischer für das Kinderturnen bei der TGS zuständig. Jetzt will die engagierte Sportlerin ein wenig kürzer treten und hat den Trainerposten an die nächste Generation abgegeben. Von Rebecca Röhrich

Als Abteilungsleitung bleibt sie dem Verein allerdings erhalten. Nicht im Traum hätte sich Rosel Fischer im Jahr 1957 vorstellen können, dass ihr so eine Laufbahn bei der Turngesellschaft (TGS) Hausen bevorsteht. Damals begann die junge Frau als Leichtathletin und Turnerin. Jetzt, fast 60 Jahre später, ist sie immer noch dabei, leitet die Abteilung Turnen. Nur eine ihrer zahlreichen Aufgaben hat sie nun abgegeben: das Eltern-Kind-Turnen.

Nach 41 Jahren gibt sie den beliebten Kurs an ihre Nachfolgerinnen Anke Keller und Nicole Bogdahn ab. Die beiden neuen TGS-Übungsleiterinnen sind ebenfalls ehemalige Turnerinnen, seit vielen Jahren Mitglied in der TGS-Familie, heute selbst junge Eltern und als langjährige Sportlehrerinnen bestens auf ihre neue Aufgabe bei der TGS vorbereitet. „TGS-Eigengewächse mit hervorragender Ausbildung, was soll man sich noch wünschen?“, schwärmt Rosel Fischer über ihre beiden Nachfolgerinnen.

Im Jahr 1962, als die Beatles ihre ersten Probeaufnahmen machten, übernahm Fischer gemeinsam mit ihrer Freundin Irene Schaub das Eltern-Kind-Turnen von der damaligen Abteilungsleiterin Katharina Picard. Seit 1975 hat die sportbegeisterte Frau das Zepter allein in der Hand, während Schaub den Fokus mehr auf den Ausbau des Leistungsturnens bei der TGS legte. Rosel Fischer hat ihre Übungsstunden immer den neuen Anforderungen und den Kurs den stetig wachsenden Anforderungen angepasst. Bereits im Alter von zwei Jahren konnten die Kinder Freude an Bewegung entwickeln.

Spielerisch üben sie Laufen, Springen, Klettern, Werfen und Fangen. „Das Kinderturnen ist ein fröhliches, gesundes und an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder orientiertes Bewegungsangebot“, heißt es von Seiten des Vereins. Im Mittelpunkt stehe dabei, dass Turnen allen Spaß machen soll. Die erlebten und erlernten Bewegungsmöglichkeiten und Gruppenerfahrungen seien außerdem eine sehr gute Ausgangsbasis – nicht nur für das Geräteturnen, sondern auch für alle anderen Sportarten. Viele Generationen der Kinder, die im Eltern-Kind-Kurs begonnenen haben, sind immer noch dem Verein treu und in den unterschiedlichen Abteilungen untergekommen.

Zwar bleibt Rosel Fischer weiterhin Abteilungsleiterin Turnen. Allerdings wird sie künftig bei der Leitung der größten TGS-Abteilung von Doris Moser-Manicke unterstützt. Die Organisation der Trainer und Stunden wird von Nicola Doschek übernommen. Martina Mahr betreut das Wettkampfwesen, und Katja Heilmann kümmert sich künftig um die anfallende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

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