Hauptamtliche Geschäftsführung leitet künftig den Verein

Die AWO hat umgebaut

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Rudolf Schulz (rechts) bleibt im Awo-Vorstand, die Geschäftsleitung übernehmen Sören Hense, Ursula Stadler und Pflegedienstleiterin Marcia Salem Rodriguez (Mitte). Deren Vertreterinnen sind Maria Pinar (links) und Monika Neufang.

Obertshausen - Schon lange ist die Arbeiterwohlfahrt der reinen Vereinstätigkeit entwachsen. Sie gehört mit ihren gemeinnützigen Angeboten zu den größten Institutionen der Stadt. Eine neue Struktur soll der Größe des Unternehmens mehr entsprechen. Von Michael Prochnow 

Eine Krankenschwester, zehn Zivildienstleistende und eine Sekretärin – das war die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Obertshausen im Jahr 1995. Heute hat der Wohlfahrtsverband rund 100 Mitarbeiter und ist zu einem mittelständischen Unternehmen herangewachsen. Ehrenamtlich sei so ein Betrieb nicht mehr zu stemmen, sagt der Vorsitzende Rudolf Schulz, eine Neustrukturierung dringend notwendig.

„Wir sind mit mehr als 180 Kunden und drei Millionen Euro Jahresumsatz einer der größten Anbieter“, erläutert Schulz den Umbau. Ab sofort ist die AWO Obertshausen eine gGmbH, also ein gemeinnütziges Unternehmen, das wirtschaftlich tätig sein darf. Diese Rechtsform ermöglicht es, die ehrenamtliche Geschäftsführung durch eine hauptamtliche Geschäftsführung zu ersetzen.

Die Geschäfte leiten künftig Sören Hense, Ursula Stadler und Marcia Salem Rodriguez im Unternehmen „Allgemeine Pflegedienste und Wohnungsbetreuung Obertshausen gGmbH“. Rodriguez bleibt trotzdem Pflegedienstleiterin. Mit ihren Vertreterinnen Monika Neufang und Maria Pinar ist sie verantwortlich für die ambulante Pflege sowie die Felder Hauswirtschaft und die Betreuung Demenzkranker. Bei der jüngsten Prüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkasse erhielt die Abteilung erneut die Note 1,1.

Die neuen Geschäftsführer kümmern sich künftig vor allem um das „Essen auf Rädern“, den Kernbereich des Ortsvereins. Täglich verteilt die AWO unter der Regie von Karin Schulz 130 Mahlzeiten. Die Hauptamtlichen managen außerdem Fuhrpark, Fahrdienst, Bundesfreiwilligendienst und drei Waldkindergärten. Sören Hense ist zudem noch verantwortlich für Finanzen, Controlling, Personalführung und Marketing.

Armut trifft immer mehr ältere Menschen

Rudolf Schulz bleibt Chef der Awo-Immobilien GmbH, unter deren Dach sich Stefan Kaufhold um Gebäudemanagement, Wohnungsvermittlung und Sponsoring kümmert. Die erfahrenen Kräfte des Ortsvereins sollen weiterhin „beraten, kontrollieren und Impulse geben“. Dem Verein stehen Rudolf Schulz mit Edith Möller, Hermann Sommer und Kassierer Guido Wilbert weiter vor.

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