Parkproblem am Rembrücker Weg

Aktiv gegen Platzmangel

Obertshausen - Es gibt Handlungsbedarf am Rembrücker Weg zwischen Naturfreundehaus und Remedy. An manchen Tagen reihen sich dort die Autos – auch auf illegalen Plätzen. Wie eine Lösung aussehen könnte, prüft nun die Stadt im Auftrag der Stadtverordneten. Von Rebecca Röhrich 

Schon seit Längerem ärgern sich Besucher des Naturfreundehauses und der Gaststätte Remedy über die mitunter schwierige Parkplatzsituation am Rembrücker Weg. An manchen Tagen ist der Andrang bei den beiden Veranstaltungsorten so hoch, dass die Besucher dort parken, wo eben Platz ist. Zu bestimmten Veranstaltungen kommen mehr als hundert Personen. Besonders in den Abendstunden greifen viele auf das Auto zurück. Die Folge: Die motorisierten Gefährte reihen sich auf dem Grünstreifen neben der Straße oder auf dem Parkplatz des Kleingärtnervereins. So auch geschehen bei einer Hochzeitsfeier im Hühnerhof diesen Sommer. Wie berichtet, fuhren nach dem Fest viele Gäste mit einem Knöllchen vom Ordnungsamt wieder nach Hause. Über das Verhalten der Polizei ärgerten sich damals nicht nur die Gäste der Hochzeitsgesellschaft, sondern auch viele weitere Obertshausener. Die Geschichte zog außerdem breite Kreise in den sozialen Netzwerken.

Nun soll der Magistrat laut einem Antrag der Grünen prüfen, wie die Parksituation im Rembrücker Weg zwischen Naturfreundehaus und der Gaststätte Remedy verbessert werden könnte. In die Überlegungen sollen die Anlieger – zum Beispiel der benachbarte Kleingartenverein – mit einbezogen werden. Alle Fraktionen stimmten für den Vorschlag, allerdings erst, als die Grünen den Zusatz „neben dem bestehenden Rad- und Fußweg“ aus ihrem Antrag wieder rausgenommen hatten.

Denn besonders für die Bürger für Obertshausen ist eine Änderung der Parksituation nur mit Kompromissen mit Einschränkungen bei den Rad- und Fußwegen möglich. Mehr noch als die Parksituation ärgert den Fraktionschef der Bürger, Rudolf Schulz, das Verhalten der Ordnungshüter.

Die Gegend sei grundsätzlich kein Unfallschwerpunkt, warum dort trotzdem fleißig Strafzettel verteilt werden, sei für Schulz „reine Schikane“. Er macht in seinem Redebeitrag in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung deutlich, dass die Parksituation nicht ohne Abstriche geändert werden könne. „Mit einem neuen Parkplatz fallen die Radwege weg“, stellte Rudolf Schulz fest. Fahrradstreifen müssten bei Bedarf in Parkstreifen umgewandelt werden. Ein Kompromiss, der auch in Frankfurt praktiziert werde. Ob diese Maßnahmen allerdings nötig seien, bezweifelt Schulz. Schließlich sei der Andrang nur selten im Jahr so groß. Man könne schließlich auf die Parkplätze des Kleingärtnervereins zurückgreifen. Dessen Vorsitzender zeigt sich bereits damals tolerant. „Irgendwo müssen die Gäste ja parken“, äußerte er sich im Juli in unserer Zeitung zu dem Thema. Dass der Bereich für Fußgänger und Radfahrer für mehr Parkmöglichkeiten eingeschränkt werden soll, stieß nicht nur bei der Grünenfraktion auf Missfallen, sondern sorgte auch für Kopfschütteln in den Reihen der CDU. Nun wird erstmal geprüft und alle Fraktionen hoffen auf ein baldiges Ergebnis vonseiten der Stadt.

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