„Reicht einmal im Jahr nicht“

Suche nach Lösung für Parkplatz-Knappheit am Rembrücker Weg

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Bewegen Obertshausens Gemüt: die Parkmöglichkeiten am Rembrücker Weg.

Obertshausen - Auch das ist Politik: Da wird ein Antrag abgelehnt – obwohl alle genau wollen, was in ihm zum Thema Parken am Rembrücker Weg formuliert ist.

Die Bündnisgrünen wollten durch einen Beschluss bei der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstagabend prüfen lassen, wie die Park-Situation am Rembrücker Weg südlich der Autobahn verbessert werden kann. „Kurzfristig umsetzbare Lösungen“ sollten unter Berücksichtigung von Kosten und Anliegern erarbeitet werden. Christel Wenzel-Saggel plädierte zuvor dafür, mit Verantwortlichen des Vereins für Schutz- und Gebrauchshunde und seiner Gaststätte Remedy zu sprechen, mit Kleingärtnern und Naturfreunden, deren Veranstaltungen sich großer Beliebtheit erfreuen. „Wer mit dem Auto fahren muss, hat schlechte Karten, Parkmöglichkeiten sind rar“, fasste die Antragstellerin zusammen. Kürzlich erhielten alle Autofahrer einer Hochzeitsgesellschaft Strafzettel fürs Parken am Straßenrand.

„Der Magistrat ist bereits tätig“, argumentierte die Regierungsmehrheit aus CDU und SPD. Erster Stadtrat Michael Möser berichtete von einer Begehung mit Vertretern von Polizei, Ordnungs- und Bauamt. Die Behörde prüfe, einen zusätzlichen Parkplatz einzurichten. Es würden Gespräche auch mit den Vereinen angestrebt. Die Verlegung des Ortsschildes hinter die Vereinsgelände ortsauswärts sei nach Rücksprache mit der Polizei nicht möglich, informierte Möser, da mit der eingeengten Fahrbahn eine Unfallgefahr entstehen würde, wenn auf der Straße geparkt wird. Derzeit werden Vorschläge bis hin zur Ausweisung von Parkflächen auf einer eigenen Fläche und eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans diskutiert, teilte der Stadtrat mit.

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Lukas Kreher (CDU) bewertete den Antrag der Grünen als „konträr“ zur Förderung des Radfahrens: „Neue Parkmöglichkeiten schaffen neuen Verkehr.“Rudolf Schulz, Fraktionsvorsitzender der „Bürger für Obertshausen“ und Ex-Vorsitzender der Naturfreunde, sagte, ein Parkplatz-Bau sei nicht notwendig. Für die meisten Veranstaltungen sei genügend Raum vorhanden, „er reicht vielleicht einmal im Jahr nicht aus“. Schulz plädierte dafür, „den Magistrat in Ruhe arbeiten zu lassen“ und den Antrag in den Ausschuss zu überweisen. Dr. Klaus-Uwe Gerhardt von den Grünen verteidigte, seine Partei wolle den Magistrat stärken. Die Fraktion bestehe auf eine Abstimmung, es sei „kein guter Stil, mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit einen Antrag zurückzuweisen“. Genauso aber geschah es, die FDP hat sich enthalten. (M.)

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