Verkaufsoffener Geburtstag mit Mehrwert

Die Läden locken

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Glück? Der „Kreis Freundlicher Fachgeschäfte“ überließ das vor 40 Jahren nicht dem Zufall. Gestern durfte es beim verkaufsoffenen Sonntag aber gerne spannend sein. Rechts: Entdeckungen bei der Ausstellung.

Obertshausen - Die halbe Stadt war auf den Beinen – oder per Bus unterwegs! Gut, so viele Leute wie bei den vergangenen Erlebnis-Sonntagen waren es beim verkaufsoffenen Sonntag gestern nicht. Die Hitze kostete den „Kreis freundlicher Fachgeschäfte“ (KFF) Besucher.

Die rund 30 Mitgliedsfirmen haben sich redlich Mühe gegeben, empfingen Gäste mit Schampus und Kuchen. Es dauerte jedoch eine Weile, bis die ersten eintrafen. Das lag vielleicht auch daran, dass die Firmen zwar um 11 Uhr öffneten, aber erst ab 13 Uhr die Kasse öffnen durften. Außer bei Speisen und Getränken, weshalb sich anfangs vor allem bei Metzger und Bäcker Warteschlangen bildeten.

Die Leckereien brachten angesichts des strahlend blauen Himmels viel Leben auf den Platz am Kapellenhof. Dort selbst blieb es ruhiger, zumal die Betriebe, die sonst für Trubel sorgten, gar nicht dem Gewerbeverein angehören. Andere Geschäfte blieben geschlossen, auch weil der Einsatz von Personal an Sonntag kostspielig sei, hieß es.

Dass es in der „liebenswerten Kleinstadt“ kein eigentliches Zentrum gibt, versuchte der KFF wieder mit einem kostenlosen Busverkehr mit Haltestellen vor den beteiligten Läden zu kompensieren. Vor den Schaufenstern standen Glücksräder, wurde Schoko-Creme in Tuben gepresst oder von Flüchtlingen gefertigte Textiltaschen verkauft. Die Feier-Atmosphäre lockte manchen Einwohner an. Neben dem geselligen Aspekt warben die Händler mit Sonderangeboten.

Oder mit einer Benefizaktion wie auf dem Marktplatz. Mehrere Unternehmen und der spanische Elternverein sammelten für einen Treppenlift des siebenjährigen Giuliano aus Rödermark, der an dem seltenen 4H-Syndrom und HUS leidet. (M.)

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