Sportzentrum Badstraße

Wider die Stolperfallen

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Die Grasnabe im Sportzentrum liegt auch den Mitgliedern des Sport- und Kulturausschusses am Herzen.

Obertshausen - Der Sportausschuss des Stadtparlaments hat sich im Sportzentrum Badstraße umgesehen. Da liegt einiges im Argen, wie seine Nutzer schon lange beklagen. Abhilfe ist geplant.

1978 eingeweiht als ein erstes Zeugnis der jungen Familie, gilt das Sportzentrum bis heute als eines der attraktivsten in der Region. Erst ein Jahr vor der Fertigstellung sind die bis dahin selbstständigen Gemeinden Hausen und Obertshausen verheiratet worden. Dass eine solche Vereinigung nicht ganz sinnfrei ist, bewiesen die beiden Kommunen bereits mehr als zehn Jahre zuvor, als sie in unmittelbarer Nachbarschaft das Frei- und Hallenbad errichtet hatten - ebenfalls gemeinsam. Das Waldbad ist von der Bildfläche verschwunden – und für die Sportanlagen ist nun aufwändiges Flickwerk gefragt, erkannte der Sport- und Kulturausschuss bei einem Besuch.

Die Sanierung des Hartplatzes ist zumindest schon beschlossene Sache. Die Aufträge seien gerade rausgegangen, informierte Bürgermeister Roger Winter. Bis zum Beginn der Wintersaison am 1. November sollen die Arbeiten mit einem Umfang von 130 000 Euro abgeschlossen sein. Der Bauhof habe eine provisorische Zufahrt über das ehemalige Waldbadgelände angelegt, damit schwere Laster Baumaterial an- und abfahren können.

Jürgen Hofmann, Fachbereichsleiter Sport, versorgte mit Details. Eine Entwässerung nach neuen Richtlinien mit einer Rundum-Drainage muss installiert werden. Die aktuelle deckt nur zwei Seiten ab, weswegen die Fußballer bereits nach leichtem Regen oder bei Schnee knöcheltief im Matsch versinken, wie der Vorstand des FC Kickers seit langem anmahnt. Viele Jugendspieler wurden aus diesem Grund vom Verein abgemeldet, teilte Vorsitzender Willi Höf mit. Der Tennenplatz sei dennoch unverzichtbar. Nur dieser Untergrund könne selbst dann bespielt werden, wenn winterliche Bedingungen herrschen.

Hofmann begründete die Sperrung der Rasenflächen, auf denen die Grasnabe sehr verletzlich sei, wenn der Boden durchweicht ist. Die Pflanzen brauchten zudem mehrere Wochen Regenerationszeit. Werde ein Platz in dieser Zeit benutzt, drohe dauerhafter Schaden. Zudem werde es für die mechanische Beregnungsanlage bald keine Ersatzteile mehr geben. Geplant sei eine elektronisch gesteuerte Einheit, für die aber auch Datenleitungen verlegt werden müssen.

Mittelfristig sei es ratsam, das Flutlicht auf LED-Technik umzustellen. Erst die künstliche Beleuchtung mache die Felder außerhalb des Sommers nutzbar. Die meisten FCK-Teams können erst am Abend trainieren, ebenso FC Croatia und FC Oberschlesier. Tagsüber kommen Hermann-Hesse- und Georg-Kerschensteiner-Schule.

Geld für die Erneuerung von Plätzen, Heizung und Leitungen sei in den vergangenen Jahren immer wieder in den Haushalt eingestellt, dann aber wieder gestrichen worden, erinnerte der ehemalige Amtsleiter Gerold Klausgraber. Mittlerweile versagten oft zwei von vier Duschen in den Umkleidekabinen ihren Dienst - auch hier müsse etwas geschehen. Im Testlauf rolle derzeit ein Mähroboter über den Platz. (M.)

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