EVO: Arbeiten an Schillerstraße gehen Ende entgegen

Neue Stromleitungen erfordern Geduld

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Die EVO-Baustelle an der Schillerstraße stellt für Anwohner eine Geduldsprobe dar.

Weiskirchen - Eine Baustelle an der Schillerstraße erregt die Gemüter in Weiskirchen-Ost, wie die örtliche CDU berichtet. Seit Wochen werde dort augenscheinlich nicht gearbeitet.

Die Energieversorgung Offenbach (EVO) widerspricht diesem Eindruck. „Wir haben da ganz, ganz viel gemacht“, sagt Pressesprecher Harald Hofmann. Die EVO habe neue Leerrohre verlegt, am Montag neue Kabel eingezogen und am Mittwoch einen Verteilerschrank gesetzt. Erst wenn alle Verteilerschränke aufgestellt seien, könnten die Hausanschlüsse nach und nach auf die neue Leitung umgehängt werden. „Wir gehen davon aus, dass es noch etwa zwei Wochen dauern wird“, so Hofmann.

Als Anlass der Arbeiten nennt der EVO-Sprecher eine Stromstörung. Weil die bisherigen Leitungen nicht mehr optimal isoliert gewesen seien, würden sie nun ersetzt: „Es war keine Kleinigkeit, sondern eine wichtige Sache. Deshalb hat es auch einige Zeit in Anspruch genommen.“ Sicherheit gehe vor Schnelligkeit. „Der einzig vorhandene Bürgersteig kann nicht begangen werden. Eine Beleuchtung in den Nachtstunden funktioniert nicht“, kritisiert der CDU-Ortsverband in einer Pressemitteilung. Er sieht die Stadt in der Pflicht, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die ausführenden Firmen zu ermahnen.

Drei große Querrillen über die Fahrbahn würden regelmäßig so tief ausgefahren, dass Schäden an Autos und dem Stadtbus zu befürchten seien. Bürger hätten deshalb zur Selbsthilfe gegriffen und die Rillen aufgefüllt. Eine Online-Beschwerde über die Internetseiten der Stadt und der Stadtwerke sei ohne Ergebnis geblieben, schreibt Max Breitenbach, einer der drei stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes: „Weder verbesserte sich die Lage noch gab es eine Antwort.“ An diesem Beispiel zeige sich erneut, dass mit der Abschaffung der Ortsbeiräte eine wichtige Anlaufstelle für die Bürger in den Stadtteilen weggefallen sei, meint Breitenbach.

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eh

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