ZmB will neue Verkehrsstudie

Erster Schritt zur Rodgau-Ringstraße

Rodgau - Ein neues Verkehrsgutachten zur Verlängerung der Rodgau-Ringstraße fordert die Fraktion „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung. Gleichzeitig soll ein Beschluss vom Dezember 2013 aufgehoben werden.

Das Stadtparlament hatte damals mit der Mehrheit von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern beschlossen, den Weiterbau der Rodgau-Ringstraße nach Norden bis zum Jahr 2020 nicht weiter zu verfolgen. 2020 soll die Verkehrssituation neu bewertet werden, um über die weitere Planung zu entscheiden. So lange möchte die ZmB-Fraktion nicht warten. Sie fordert, „noch in diesem Jahr“ ein neues Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben. Darin seien die Neubaugebiete H 17, N 39, W 18 „und alle anderen Gebiete, die in den nächsten Jahren bebaut werden sollen“ zu berücksichtigen.

Fraktionsvorsitzender Horst Böhm kritisiert die Verkehrsuntersuchung von 2013 als lückenhaft. Geplante Baugebiete seien darin unzureichend betrachtet worden: Weder die Belastung durch den Bauverkehr noch der zusätzlichen Ziel- und Quellverkehr durch die späteren Einwohner seien in die Berechnungen eingegangen. „Warum auch die neuen Baugebiete wie J 41 usw. unberücksichtigt blieben, kann nur durch die Auftragserteilung der damals Regierenden zugeschrieben werden“, formuliert Böhm.

Der Beschluss, das Thema bis 2020 auf Eis zu legen, verkennt nach Ansicht von ZmB die derzeitige und zukünftige Verkehrssituation. Da ein Baubeginn erst in einigen Jahren möglich sei, müsse dringend der erste Schritt getan werden. „Zusammen mit Bürgern“ geht damit in eine ähnliche Richtung wie die CDU vor zweieinhalb Jahren. Die Union forderte im September 2013, das damals vorliegende Verkehrsgutachten zu überarbeiten. Dabei sollten alle „im Verfahren befindlichen Baugebiete“ sowie der Rahmenplan Stadtentwicklung berücksichtigt werden. Der Gutachter sollte Verkehrsprognosen bis ins Jahr 2035 berechnen.

Kuriose Unfälle in der Region

Der CDU-Antrag fand 2013 jedoch keine Mehrheit. Die damals regierende Viererkooperation war dagegen. Nun ist alles wieder offen. Da nach der Kommunalwahl vom 6. März kein neues Regierungsbündnis zustande gekommen ist, sind wechselnde Mehrheiten möglich. Für einen Erfolg ihres Antrags braucht die fünfköpfige ZmB-Fraktion allerdings nicht nur die Stimmen der CDU, sondern noch fünf weitere Stimmen.

eh

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