Illegale Behälter sind ein Ärgernis

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Dieses Bild bietet sich in Rodgau leider häufig: Neben den großen und genehmigten Sammelbehältern der klassischen Hilfsorganisationen stehen illegale und nicht angemeldete kleine. Solche Trittbrettfahrer nehmen die Stadtwerken derzeit an den Haken.

Rodgau (bp) - Die Stadt räumt mit einem Ärgernis auf, das viele Bürger schon lange beschäftigt. Seit gestern nehmen Stadtwerkemitarbeiter illegal abgestellte Altkleidercontainer an den Haken und transportieren die unerwünschten Sammelbehälter auf einem Lkw zum Lagerplatz am Bauhof.

Die stählernen Kisten sind nicht nur ein hässlicher Anblick. Obendrein werden sie nur unregelmäßig geleert und quellen manchmal über. Oder sie werden aufgebrochen. Den Rest erledigen dann Rowdys - und schon fliegen überall Klamotten herum. Im Niederwiesenring ist ein solcher Container schon vor einem Jahr zum Problemfall geworden. Gestern wurde er - wie vier weitere auch - abgeholt. Die Handynummer auf einem Aufkleber am Container war nie erreichbar.

Nur um das klarzustellen: Die 25 im Stadtgebiet angemeldeten und genehmigten Container von Hilfsorganisationen sind nicht der Grund der aktuellen Abräumaktion. Betroffen davon sind lediglich die illegal neben den offiziellen Containern platzierten Sammelbehälter.

Die Stadtwerke wollen dieses Thema nach Auskünften der Stadtsprecherin Sabine Fischer jetzt grundsätzlich angehen. Es werde die Frage geklärt, „wie die Stadt künftig mit Sondernutzungen von Straßenraum umgeht“. Zunächst wird ein Kataster zusammengestellt, das die Standorte der Sammelkisten nennt. Voraussichtlich übernehmen dies Mitarbeiter des Berufsfindungsprojekts „Rodgau 16plus“. Trittbrettfahrer, die neben genehmigten Boxen stehen, kommen an den Haken. Das Geld für diese Dienstleistung möchte die Stadt sich beim Verursacher wiederholen - sofern sie diesen feststellen kann.

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