Junge Hündin fast vergiftet

Jügesheim (eh) - Vor Rattengift an der Rodau warnt unsere Leserin Brigitte Schmitt aus Jügesheim. An zwei giftigen Brocken ist ihre Hündin beinahe verendet. Eine Bluttransfusion in der Tierklinik hat das Tier wohl gerettet.

Neugierig, wie junge Hunde nun mal sind, hatte die einjährige Labrador-Hündin „Nika“ an jedem Brocken geschnüffelt und hinter jedem Busch gestöbert. Wenig später war sie schlapp und rührte sich kaum noch.

Brigitte Schmitt führt das auf einen Futterbrocken zurück, der aussah wie „Frolic“-Hundefutter, nur ohne Loch in der Mitte. „Nika“ hatte das Teil so schnell geschnappt, dass sie das Tier nicht mehr zurückhalten konnte. Ebenfalls als verdächtig stuft die Jügesheimerin einen Haufen offenbar essbarer Dinge ein, der unter einer umgestülpten Tüte hinter einem Busch lag. Sie vermutet, dass jemand dort Rattengift ausgelegt hat.

Der Gift-Weg führt entlang der Rodau von der Brücke Eisenbahnstraße zum Fußgängersteg am Südring und dann weiter ins Feld mit Blick zur Kreisquerverbindung. Unter Hundefreunden ist das ein beliebter Spazierweg, weil man anschließend zwischen den Feldern ein Stück im Freiland gehen kann. Dort haben die Vierbeiner Auslauf. Bis zum 15. Juni gilt allerdings noch der Leinenzwang wegen der Brut- und Setzzeit.

Schädlingsbekämpfung sei Sache von Fachleuten, betont die Stadtverwaltung auf Anfrage. Pressesprecherin Sabine Fischer: „Rattenbefall muss gemeldet werden. Die Behörden handeln dann.“ Erst vor zwei Monaten habe eine Kammerjäger-Firma Gift in den Rattengängen an der Rodau ausgelegt. Die quietschrosa gefärbten Giftköder seien jedoch höchstens drei Wochen wirksam.

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