Längste Theke der Stadt bringt es auf fast 60 Meter

Bierdusche für obersten Kerbborsch in Hainhausen

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Mit einer Bierdusche begann am Freitag die „Haahäuser Kerb“ für Chef-Kerbborsch Torsten Rudolph (links), hier mit Egon Laux und Sascha Pokojewski.

Hainhausen - Das muss begossen werden, hat sich Chef-Kerbborsch Torsten Rudolph wohl gesagt. Beim Bieranstich zur „Haahäuser Kerb“ im Pfarrgarten wurde der Vorsitzende des frisch gegründeten Vereins am Freitagabend kräftig geduscht.

Mit der neuen Amtswürde eröffnete er die Sommerparty zum ersten Mal. Als lose organisierte Truppe waren die Kerbborsche indessen schon zum zehnten Mal zugange. Die Kerb selbst fand in der 30. Auflage statt und feierte damit ebenfalls einen runden Geburtstag. Die Kerbtradition sei freilich schon viel älter, ließ Rudolph die zahlreichen Eröffnungsgäste - darunter auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann und der Bundestagsabgeordnete Jens Zimmermann (beide SPD) wissen: „Kerb gleich Kirchweih gleich Kirche gleich Pfarrgarten“, zitierte er die Formel, die seit dem vergangenen Jahr gilt. Erstmals war da die vormalige Straßenkerb ins Grüne am Ende der Martin-Bihn-Straße umgezogen. Auf der Straße blieb nur der kleine Vergnügungspark mit Kinderkarussell und einigen Rummelplatz-Buden zurück.

„Wir haben alles richtig gemacht“, bilanzierte Rudolph mit Blick auf die voll besetze „längste Theke in Rodgau“. Knappe 60 Meter Stehplätze am Feier-Karree hatten die Kerbborsche diesmal im Vorfeld verkauft. An die 20 Vereine, Betriebsgruppen und Freizeitclubs hatten sich ihre Basis für den Eröffnungsabend gesichert - manche nur ein winziges Trittbrett, andere, wie der neue Großverein SG Hainhausen, bis zu zehn Meter als Gute-Laune-Hauptquartier.

„Der Freitag ist unser Tag“, so Torsten Rudolph. Die Gründung der Kerbborsche 2006 mit zunächst 14 Aktiven ging nach seinen Worten auf die Initiative von Georg Fuhrmann, damals stellvertretender Vorsitzender der Ortsvereinsgemeinschaft IGEMO, zurück. Fuhrmann sei es auch gewesen, der 20 Jahre zuvor der Kerb einen festen Platz gegeben hatte. Kaum formiert, habe die inzwischen 30 Mitglieder starke Burschentruppe 2008 mit den „Kerbmädels“ weibliche Konkurrenz bekommen. Auch diese Gruppe halte nach wie vor zusammen und mische bei der Kerb engagiert mit.

Bilder zur Kerb 2016 in Hainhausen

Am Samstag und Sonntag übernahm die IGEMO auf der Pfarrwiese die Regie. Vorsitzender Egon Laux ist stolz auf die kulinarische Vielfalt, mit der die Ortsvereine traditionell um die Gunst hungriger Kerbgänger konkurrieren. So brachte die SG neben gegrillten Haxen auch Pfannengyros und Leberkäsbrötchen auf den Tisch. Die CDU servierte Hackbraten, bei der SPD gab es Forellen und beim Obst- und Gartenbauverein Handkäs’ mit Musik. Das „Frauenzimmer“ baute am Sonntag im Pfarrsaal eine gut bestückte Kuchentheke auf. Den längsten Atem bewies Musiker Günter Feltes, der an allen drei Tagen die Unterhaltung übernahm. Am heutigen Montag endet die „Haahäuser Kerb“ traditionsgemäß mit dem Frühschoppen im Clubheim der früheren TGH und bei Ortsmetzger Udo Emge. rdk

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