Neue Vorklasse an der Gartenstadtschule

428 Kinder kommen in die Schule

Rodgau - Für 428 Mädchen und Jungen ist der nächste Dienstag ein besonderer Tag: der erste Schultag. Die sechs Rodgauer Grundschulen sind gut vorbereitet. Neben dem normalen Unterricht gibt es Förderangebote für Kinder, die besondere Unterstützung brauchen.

Die meisten Abc-Schützen begrüßt erneut die Münchhausenschule: 94 Erstklässler und zwölf Kinder in der Vorklasse. Die Freiherr-vom-Stein-Schule erwartet 71 Schulanfänger, die sich auf sechs altersgemischte Klassen verteilen; die flexible Eingangsstufe („Flex“) will dem individuellen Lerntempo der Kinder gerecht werden. Die Gartenstadtschule ist seit einigen Jahren nur noch dreizügig. Sie begrüßt 66 Erstklässler und zwölf Kinder in der Vorklasse. Die Wilhelm-Busch-Schule hat zwei kleine erste Klassen (zusammen 37 Kinder) und eine Vorklasse (18).

Im Aufwind ist die Carl-Orff-Schule: „Entgegen der Prognosen sind wir seit längerer Zeit wieder komplett dreizügig“, sagt Schulleiterin Sabine Döring. 57 Abc-Schützen bilden drei erste Klassen, davon eine Ganztagsklasse. Eine stetige Zunahme der Schülerzahl verzeichnet auch die Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden: 61 Erstklässler werden dort eingeschult.

Integration und Inklusion werden groß geschrieben. Dafür gibt es verschiedene Angebote: Vorklassen, Inklusionshelfer, Vorlaufkurse und Intensivklassen. Für Kinder, die noch nicht schulfähig sind, gibt es seit vielen Jahren Vorklassen an der Wilhelm-Busch-Schule und der Münchhausenschule. Neu ist eine weitere Vorklasse an der Gartenstadtschule. „Da wir nur drei erste Klassen aufmachen, haben wir dafür Räumlichkeiten zur Verfügung“, berichtet Konrektorin Petra Leyser. Bisher gingen die Vorklassenkinder aus der Gartenstadt nach Jügesheim.

Auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf können dank der Inklusionshelfer die Regelschule besuchen. Die Wilhelm-Busch-Schule geht damit jetzt ins vierte Jahr. „Wir sind immer verlässlich mit Personal versorgt worden“, berichtet Schulleiterin Angelika Stelzer-Dasbach, „es ist aber schwierig, Inklusionshelfer zu bekommen.“

Deutsch als Zweitsprache ist an mehreren Schulen ein aktueller Schwerpunkt. In Vorlaufkursen werden schon Kindergartenkinder mit der deutschen Sprache vertraut gemacht, „damit sie dann einen guten Start haben“, wie Konrektorin Luisa Greco von der Freiherr-vom-Stein-Schule sagt. Die Grundschule in Dudenhofen richtet erstmals einen solchen Kurs ein.

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Kinder, die ohne Deutschkenntnisse in Deutschland angekommen sind, besuchen Intensivkurse. Nach einem Jahr sollen sie so weit sein, dass sie dem Unterricht gut folgen können. „Die Kinder lernen sehr schnell“, berichtet Rektorin Ingrid Löw von der Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden. Schon nach einem Vierteljahr könnten sie sich in kurzen Sätzen äußern „und viel, viel mehr verstehen“. Zwei Lehrerinnen dieser Schule haben Fortbildungen für Deutsch als Zweitsprache absolviert. Knapp 30 Kinder besuchen die Intensivkurse - „und wir bekommen jeden Monat neue Kinder“. Die Münchhausenschule hat ebenfalls weit mehr als 20 Kinder in den Intensivkursen. Rektorin Ann-Kathrin Breitmeier erwartet in der nächsten Zeit weitere Flüchtlingskinder, wenn mehr Familien in die neue Gemeinschaftsunterkunft in Weiskirchen einziehen. eh

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